Miteinander zum RAW Gelände sprechen – Aktuell

… klar, gerne, aber öffentlich!

Hier veröffentlichen wir unsere Mailkommunikation mit Mirco Nauheimer, Geschäftsführer der RAW Potsdam GmbH.
Inzwischen gibt es auch eine erste Reaktion von ihm auf unseren Vorschlag, eine öffentliche Diskussion zu führen.
Am Montag, den 7. Januar 2019 hatten wir diese erste Mail von Mirco Nauheimer,  in unserem Postfach:

Sehr geehrter Damen und Herren,

Zunächst wünsche ich Ihnen ein gesundes und friedliches 2019.Herr Kramer von der PNN hat mir mehrfach Ihre Artikel zum RAW weitergeleitet. Kann sich bitte der Verfasser des letzten Artikel bei mir zwecks Terminfindung zu einem persönlichen Gespräch melden? Mail siehe unten.

Vielen Dank.
Mit freundlichen Grüßen / kind regards

Mirco Nauheimer

Heute haben wir Ihm geantwortet:

Sehr geehrter Herr Nauheimer,

Vielen Dank für Ihr Gesprächsangebot. Wir haben uns darüber in den letzten Tagen in unserem Netzwerk verständigt.

Und selbstverständlich haben wir als AktivistInnen auch auch Menge an Fragen und Gesprächsbedarf über die Entwicklung in unserer Stadt. Vor allem, wenn es um ein so großes, zentrales Projekt mitten in der Stadt geht.
Insofern halten wir ein gemeinsames Gespräch für eine gute Idee.

Allerdings gehört es zu unseren Grundprinzipien, solche wichtigen Fragen der Stadtentwicklung für alle BürgerInnen der Stadt öffentlich und transparent zu machen. Deshalb veröffentlichen wir jetzt auch unsere Mailkommunikation und wir werden einem Gespräch nur zustimmen, wenn es ein öffentliches Gespräch ist, deren Inhalte für alle zugänglich gemacht werden.

Hinterzimmergespräche oder interne Verabredungen und Verhandlungen wird es mit uns nicht geben. Davon gibt in der Zusammenarbeit der Stadt mit ImmobilieninvestorInnen schon viel zu Viele.

Wenn Sie zu einer solchen gemeinsamen Gesprächsrunde bereit sind, können wir gern einen öffentlichen Ort vereinbaren, den Termin öffentlich machen und die Moderation und andere kommunikative Modalitäten vereinbaren.

Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen nicht „den“ Autor der Artikel über die Planungen auf dem RAW – Gelände nennen können. Für die Plattform www.potsdam-stadtfueralle.de ist ein Kollektiv an AktivistInnen aus verschiedenen Initiativen der Stadtgesellschaft verantwortlich, die gemeinschaftlich recherchieren, arbeiten und schreiben.

Mit freundlichen Grüßen!

Redaktionskollektiv „Stadt für alle“ Potsdam

Antwort von M. Nauheimer vom Dienstag, den 8. Januar 2018:

Ihr fordert ernsthaft eine öffentliche Runde, in der ich den Geldgeber, die Beteiligungsstruktur und die Geldströme bekannt gebe und gleichzeitig seid Ihr nicht bereit den Verfasser eures fehlerhaften Textes zu nennen?
Privatsphäre interpretiert Ihr also rein selektiv.
Vielen Dank aber diese Geisteshaltung ist für mich verstörend.
Nochmals für euch:
Der Geldgeber ist bekannt.
Der Stadtverwaltung, den Banken, dem Notar und dem Finanzamt.
Der wirtschaftlich Berechtigte ist eine (1) natürliche Person – kein Fonds, wir arbeiten nicht mit Mezzanine Kapital. Die Quelle des Geldes entstammt Gewinnen eines Unternehmens, welches sich vollständig (100%) im Besitz des wirtschaftlich Berechtigten befindet.
Es gab keine Veränderung der Gesellschaftsstruktur seit Erwerb der Liegenschaft.
Wir haben die Liegenschaft nicht von der öffentlichen Hand erworben, sondern von einem Privatunternehmen und beabsichtigen eine langfristige Bestandshaltung.
Wir vertreiben weder Kreative, Gewerbetreibende noch Wohnungsmieter  – wir führen eine vollständig versiegelte und teilweise kontaminierte Brache wieder einer Nutzung zu, erhalten und sanieren ein Baudenkmal.
Wir beabsichtigen dort Spitzentechnologie anzusiedeln und einen Ort mit hoher Aufenthaltsqualität zu bauen, der offen für alle ist.
Anstelle mit Neugier begegnet Ihr uns mit bösartigen Unterstellungen und Verleumdungen und versteckt euch als anonyme Verfasser.
Respekt und Vertrauen sollten die Basis unseres Umgangs miteinander sein.
Ich habe mich auf Anregung von Hr. Tomczak im FreiLand, unserem Nachbarn, vorgestellt und es gäbe genügend Möglichkeiten bei einzelnen Projekten zu kooperieren.
Bei einer gewünschten Gründung einer Genossenschaft habe ich meine Unterstützung angeboten. Rückmeldung Fehlanzeige…
In einer anderen Liegenschaft ist uns eine komplette und funktionierende Schreinerei und Lackiererei im Wert von mehreren Hunderttausend Euro wegen Betriebsaufgabe zugefallen. Auf der Vereidigung von Mike Schubert habe ich diese einem der Sprecher der FreiLand kostenlos angeboten – sogar einen LKW hätte ich stellen können.
Wenn sich aber keiner bei mir meldet – dann kann ich dazu auch nichts mehr sagen.
Mit freundlichen Grüßen / kind regards

Mirco Nauheimer

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