Natürlich gehört auch das zur Geschichte dieser Stadt:

30 Jahre Hausbesetzungen in Potsdam

Wir dokumentieren: Das Plakat zum Jubiläum – 30 Jahre Hausbesetzungen in Potsdam.
Barocke Fassaden – oft auch in kompletten Kopien, DDR Geschichte – ungeliebt und gern ignoriert, Villen und Plattenbauten – Potsdam hat eine wechselvolle Geschichte.

Das neue Plakat erinnert daran, wie wichtig Hausbesetzungen für diese Stadt waren und sind: Sie haben Häuser vor dem Abriss gerettet, sie haben Kulturprojekte gesichert, sie boten und bieten Menschen bezahlbaren Wohnraum, sie sind Grundlage für viele legale Hausprojekte heute und es gibt sie noch heute. Die „la datscha“ ist Potsdams besetztes Haus am Havelufer, in der Feuerbachstraße wurde erst vor wenigen Wochen mit einer Besetzung an Leerstand und Verdrängung erinnert.

Das Plakat gibt es in wenigen Tagen auch in Printform im Sputnik und an vielen anderen Orten der Stadt. Und 2020 gibt es ganz bestimmt neue Besetzungen, neue Aktionen dafür, eine „Stadt für alle“ zu schaffen.

Gemeinsam Feiern!

Zum Jahresende haben die stadtgesellschaftlichen Initiativen allen Grund, auch mal gemeinsam zu feiern!
Alles Widerständen zum Trotz haben sich Mieter*innen, Bürger*inneninitiativen, Kulturprojekte und Stadtteilinitiativen Potsdams gegen Mietenwahnsinn und Verdrängung, gegen Privatisierung und Ausverkauf, gegen barocken Stadtumbau und Investor*innenprojekte gewehrt.
Sie haben jene Beteiligung praktisch gemacht, von der in der Politik immer nur geredet wird, sie haben wirtschaftliche – und Gewinninteressen öffentlich gemacht und Instrumente von Stadtpolitik eingefordert, die anderswo längst angewandt werden. Vor allem aber haben sie gezeigt, dass wichtig ist, wenn sich Bürger*innen selbst organisieren, ihre Stimme erheben und auf die Straße gehen – egal ob in der Teltower Vorstadt, an der Nutheschlange oder beim Bürgerbegehren für faire Bezahlung im Bergmann – Klinikum.

Inzwischen wird in Potsdam tatsächlich über bezahlbare Mieten diskutiert und nicht nur über Höchstgebote, werden soziale Erhaltungssatzungen geplant und nicht nur die Erhaltung der Hüllen. Eine neue Rathauskoalition hat viele Konzepte und Forderungen der Initiativen zumindestens mal aufgeschrieben.

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Bürgerhaushalt: Kein Geld für die Garnisonkirche

Klares Votum gegen die GK und für umweltfreundliche Mobilität

Das Votum der Potsdamer*innen ist eindeutig

Zehn Wochen hatten die Potsdamer*innen Zeit online oder per Post ihre Stimmen abzugeben. Mehr als 17.500 Potsdamer*innen haben teilgenommen. Welche Vorschläge haben in den drei Kategorien gewonnen?

Bei der Haushaltssicherung sind es „Kein städtisches Geld für den Wiederaufbau der Garnisonkirche“ und „Hundesteuer erhöhen“. Im Bereich laufende Verwaltung rahmen die Ökothemen „kostenfreier ÖPNV“ und „Klimanotstand/Schutzprogramm beschleunigen“ den sozialen Punkt „Faire Bezahlung / Tarifvertrag im Klinikum“ ein. Das Bürgerbegehren dazu läuft auch Hochtouren. Es wurden schon über 15.000 Unterschriften gesammelt. Bei der Investitionsplanung liegen zwei Verkehrsthemen vorn: „Fahrradwege ausbauen und sicher gestalten“ und „Umgehungsstraße realisieren (3.Havelübergang)“.

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Lernort Garnisonkirche

…und die selektive oder differenzierte Berichterstattung

Was nicht in MAZ und PNN steht, steht meist auf dieser Homepage! Aber anderen Medien können es auch: eine differenzierte, unverblendete Berichterstattung. Ein Beispiel ist die Auftaktveranstaltung zur Veranstaltungsreihe Lernort Garnisonkirche, welche vom ehemaligen Direktor der Stiftung Bauhaus, Philipp Oswald initiiert wurde.

Noch am Vormittag des 4.12. schrieb die PNN diesbezüglich: „… Ein hochkarätig besetztes Podium wird die Frage diskutieren: Rekonstruktion Garnisonkirche Potsdam: Lernort oder Identifikationsort?“

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