Ein guter Zeitpunkt für einen Baustopp!

Wir dokumentieren:

PRESSEMITTEILUNG
der Bürgerinitiative für ein Potsdam ohne Garnisonkirche

Potsdam, 29. April 2020

Ein guter Zeitpunkt für den Baustopp

Während Stadtpolitik und Stadtgesellschaft mit dem pandemiebedingten Ausnahmezustand beschäftigt sind, wird an der Breiten Straße fleißig weiter gebaut. Anlässlich der Fertigstellung des Turmsockels liefert Peter Leinemann die üblichen unglaubwürdigen Zahlen. Seit über zehn Jahren wird der Turmbau von der Stiftung Garnisonkirche unverändert auf rund 40 Mio. Euro beziffert – realistisch sind eher 55 Millionen.

In den über 15 Jahren seit Gründung des Fördervereins wurden laut Leinemann gerade einmal zehn Millionen Euro Spenden eingesammelt. Unklar bleibt dabei, wieviel von den Einnahmen überhaupt für den Bau selbst zur Verfügung steht und wieviel davon der Stiftungsbetrieb in den letzten zwölf Jahren verschluckt hat und weiterhin verbraucht. Diesen Kostenfaktor scheint Leinemann nicht zu berücksichtigen, wenn er aus der Gesamtsumme der Spendeneinnahmen, staatlichen Zuschüsse und Kirchendarlehen ein Defizit von fünf Millionen Euro schlussfolgert (im November waren es übrigens noch “drei bis vier”).

Angesichts der chronisch geringen Spendenbereitschaft ist es kaum vorstellbar, dass die Finanzierungslücke, egal wie groß sie nun sein mag, mit Spendengeldern gestopft wird. Bis heute verweigert die Stiftung der steuerzahlenden Öffentlichkeit finanzielle Transparenz und Mitspracherecht bei der Gestaltung dieses Ortes. Die Fertigstellung des Turmsockels wäre ein passender Anlass, um ernsthaft die Frage zuzulassen, ob der kostspielige Aufsatz ohne nennenswerte Nutzfläche, dafür mit großem gesellschaftspolitischen Ballast, wirklich sein muss. Nicht nur das: Der globale Stillstand ist ein guter Zeitpunkt zum Innehalten. Baustopp jetzt!

Wirkt der Druck?

Ein spannender Tag rund um die Abrisspläne der SPSG im Park Babelsberg

Nachdem die Stiftung Preußischer Schlösser und Gärten letzte Woche den Beginn der Abrissarbeiten am Seesportklub und Strandbad angekündigt hatte, veröffentlichten wir auf den Blog einen wütenden Protestaufruf verschiedener Initiativen und Gruppen, diesen Baubeginn morgen zu verhindern.

Heute gab es auf vielen Seiten ganz offensichtlich hektische Aktivitäten.
Zuerst kamen Berichte von Spaziergängern, dass eine Baufirma ganz in der Frühe begonnen habe, eine Bauwasserleitung zu verlegen.

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Was für eine Ignoranz!

Wie uns Bürger*innen der Stadt mitgeteilt haben, will die Stiftung Preußischer Schlösser und Gärten bereits nächste Woche mit dem umstrittenen Abriss der Gebäude am Strandbad und Seesportklub Potsdam beginnen.

Am Dienstag soll ein Bauzaun aufgestellt werden, am Mittwoch der Abriss beginnen.

Was für eine Ignoranz!

Gleichzeitig rufen verschiedene Initiativen und Gruppen aus der Stadtgesellschaft dazu auf, diesen Abriss zu verhindern und fordern ein Moratorium für alle Bauarbeiten für dieses Projekt.

Wir dokumentieren: Aufruf zum Widerstand gegen die ignoranten Pläne der Stiftung Preußischer Schlösser und Gärten (SPSG)!

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Offener Brief der BI „Babelsberger Wasserfreunde“

Wir dokumentieren:

Sehr geehrte Damen und Herren,

Initiative Babelsberger Wasserfreude 15.04.2020
c/o Klara Müller, Ekkehart Schöll

Herrn Prof. Dr. Christoph Vogtherr
Postfach 60 14 62
14414 Potsdam

Maßnahmen der Schlösserstiftung zur Umsetzung des Vertrags mit der Stadt Potsdam
hier: Abbruch des Bootshauses des Seesportclubs, Durchführung der Gesamtmaßnahme.

Sehr geehrter Herr Vogtherr, sehr geehrte Damen und Herren,

Es liegt ein Vertragsentwurf zwischen der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten und der Stadt Potsdam vor, der die Verlagerung des Strandbades Babelsberg und des Seesportclubs vorsieht mit Abbruch der Gebäude und Neubau der gesamten Einrichtungen. Diesem Vertragsentwurf hat die Stadtverordnetenversammlung allerdings noch nicht zugstimmt. 

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Tag X im Park Babelsberg?

Offenbar bereiten sich in Potsdam verschiedene Gruppen darauf vor, den Abriss am Strandbad Babelsberg und im Seesportklub aktiv zu verhindern.

Wir dokumentieren: Nachdem die „Stiftung Preußische Schlösser und Gärten“ offensichtlich plant, den Abriss von öffentlichen Gebäuden und Flächen trotz ausstehenden Vertrages voran zu treiben, wird dafür schon Widerstand angekündigt.

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Hofberichtserstattung in der PNN

Die PNN und der Tagesspiegel haben am Samstag, den 4. April 2020 eine Sonderbeilage von 20 Seiten der Stiftung „Preußische Schlösser und Gärten Berlin – Brandenburg“/ SPSG veröffentlicht und verbreitet.

In Anbetracht der vielen Konflikte um Badestellen, Fahrradfahren, Grillen und vieler anderer Bedürfnisse des Alltags ist dies schon ein ziemlich einseitige Stellungnahme unserer Lokalzeitungen.

Wir dokumentieren: Offener Brief an die PNN

Sehr geehrtes PNN-Team,

ich habe die PNN abonniert um, ganz im Sinne der Aufgaben einer Zeitung, Informationen, Hintergründe und diverse Meinungen zu aktuellen und relevanten Themen zu erfahren. Dazu zählt natürlich auch über Angebote, gerade im kulturellen Bereich, informiert zu werden und entsprechende Anbieter zu Wort kommen zu lassen.
Was meines Erachtens aber überhaupt nicht klar geht sind Beilagen wie die der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten in der Wochendausgabe Ausgabe vom 4. April.

  • Warum wird mir eine zeitungsgroße, 20 Seiten (!) starke, als Programm getarnte und unkommentierte Selbstinszenierung der SPSG in die Tageszeitung gelegt? Das überschreitet ein ‚zu Wort kommen lassen‘ von einer Kulturanbieterin bei weitem und ohne den PNN als ‚Schutz‘ hätte das jeder „keine Reklame/kostenlose Zeitungen“-Aufkleber am Briefkasten aussortiert.
  • Ist den PNN nicht bewusst, dass die SPSG neben ihrem kulturellen Angebot vor allem eine sehr mächtige und aktive politische Akteurin, besonders in der Potsdamer Stadtpolitik ist? Wie rechtfertigen die PNN in diesem Kontext solch eine subjektive umfangreiche Beilage zur Zeitung, sowohl inhaltlich also auch die Dienstleistung der Verteilung über das Kundennetz der PNN betreffend?
  • Wie findet solch eine umfangreiche subjektive Beilage einer Stiftung den Weg in die Tageszeitung? Welche Kriterien gibt es für solch eine Leistung und welche geschäftlichen Absprachen stehen dahinter?

Bitte haben Sie Verständnis, dass eine ehrliche Beantwortung dieser Fragen Grundlage für ein Fortbestehen meines Abonnements ist.

Auch in Potsdam: „Die Welt nach Corona wird heute ausgehandelt!“

Wir dokumentieren:
Proteste der Stadtgesellschaft gegen die Einschränkung der Grundrechte, gegen Versammlungsverbote und denunziatorische Kontrollen.

Am Freitag, den 3. April 2020 haben rund 30 Menschen aus der Stadtgesellschaft in Potsdam dagegen protestiert, dass unter dem Deckmantel des Infektionsschutzgesetzes Demokratie ausgehölt, Grundrechte beschnitten und die Freiräume der Menschen in der Stadt geschlossen werden.

Hier ist die Erklärung der Initiator*innen und einige Bilder der Aktion in der Innenstadt.
Ach so: Polizei und Ordnungsamt kamen leider zu spät. Es ist die Zeit, wo wir neue, kreative Aktionsformen finden.

C Film

Infektionsgefahr eindämmen

Das war der „Housing Action Day“ in Potsdam!

Und: Das sind die markierten Objekte „Möblierten Wohnens“ in Potsdam

Hier findet man eine Zusammenstellung aller Objekte, Besitzer*innen, Vermittler*innen, Höhe der Mieten und viele Daten und Bilder zu den Objekten.

Wir fordern Euch auf: Meldet uns weitere Wohnungen und Häuser, wo mit dem Geschäftsmodell „Möblierten Wohnens“ auf skandalöse Weise Gewinn gemacht wird!

Schreibt uns, schickt Bilder, gerne Mietverträge (die fast immer rechtlich nicht zulässig sind!), wir behandeln alles vetraulich.
Aber, wir versprechen: Wir werden solche Vermieter*innen öffentlich machen, Nerven und ihr Geschäftsmodell beschädigen!

blog@potsdam-stadtfueralle.de

Housing Action Day in Potsdam 2020