Reaktionen und Antworten

Wir haben eine Menge an Reaktionen und Antworten auf unsere Aktionen und Veröffentlichungen in den letzten Wochen erhalten.
Die wollen wir Euch nicht vorenthalten.
Dabei geht es natürlich vor allem um das Dossier zu Immobilieninvestoren in Potsdam, aber auch weiter um das Thema Strandbad im Park Babelsberg.

Aber lest am Besten selbst:

Es gab tatsächlich eine Menge an motivierenden und tollen Reaktionen auf die Veröffentlichung unseres Dossiers zu den Geschäftsmodellen von internationalen Finanz – und Immobilieninvestoren in Potsdam.
Hier eine kleine Auswahl:

Mails an uns:

Liebes Stadtfüralle-Team,

wir haben uns sehr über Euren großartigen Aufschlag zum Thema Wohnabzocke in Potsdam und Berlin gefreut. Vielen Dank für diese wichtige Recherche, die wir hiermit und in Folge sehr gerne unterstützen wollen.

Wir wohnen in einem Haus von Shore capital in Berlin Mitte, Zehdenickerstr. 25, S.A.R.L.! Bis Ende letzten Jahres war der Eigentümer des Hauses noch BAUWERK GmbH – die nicht minder windig sind. Dann bekamen wir die Info der sogenannten Umbenennung in die S.A.R.L. mit Sitz in Luxenburg in der rue Charles Mantel und natürlich wurde auch die Hausvewaltung gewechselt, welche da heißt Vista Venture! Ansprechpartner hatten wir dann erst einmal monatelang – keine. Parallel zu dieser „Formalie“ lief der Umbau einer der Wohnungen im Haus (4 Zimmer) zu einer feist möbelierten, die seitdem tatsächlich fast durchgängig als Air bnb – Wohnung vermietet wird. Bei all diesen Aktionen kam mir schon witzelnd der Begriff „Panama Paper“ über die Lippen.

Wir schicken Euch hier schon mal die Vollmacht der Vista Venture, unterschrieben von einem gewissen Michael van Messel. Gerne suchen wir in den nächsten Tagen noch weitere Anschreiben/ Unterlagen raus und lassen sie Euch zukommen.

Liebes Team von Potsdam – Stadt für alle,

gerade habe ich einen Artikel in den Potsdamer Neuesten Nachrichten zu euren Recherchen zu den überteuerten möblierten Wohnungen in Westpotsdam in Verbindung mit Steuerhinterziehung gelesen. Solltet ihr eure Recherchen weiterführen wollen, hier ein kleiner Hinweis: Seit dem 01.05.2020 werden die Häuser zwischen der Marlene-Dietrichstr. 15 und der Stahnsdorfer Straße 79 neu verwaltet. Zuvor war Vegis verantwortlich, nun verwaltet dies H & P Real Estate Solutions, spezialisiert auf Steuerberatung. Einen Besitzer der Wohnanlage konnte ich nicht ausfindig machen.

Wenn ihr etwas herausbekommt, lasst es mich gern wissen. Ich finde eure Arbeit richtig wichtig und wünsche euch alles Gute bei euren weiteren Aktionen!

Facebook PNN Potsdam

Es ist doch wirklich zum k…..und verzweifeln, wie leicht es diesen „Investoren“ gemacht wird in unserer Stadt und wie die Bewohner drunter leiden müssen. Wueviele Hotels , Mikro-Appartments u.ä., welche werden hier denn noch entstehen?

Die sanierte Wohnung einer Freundin in der Innenstadt von Potsdam kostete 670 Euro kalt beim Einzug 2013. Nach dem Auszug 2019 wurde eine neue Küche eingebaut und dann als Erstbezug für 1280 Euro kalt vermietet. Also auch für fast das doppelte nach bloß sechs Jahren.
Und die Eigentümerin wohnt ganz legal in Berlin und steuert das von dort ohne Briefkastenfirma.
Alles erschreckend, nach dieser Recherche von Stadt für alle müssten in der Politik sämtliche Alarmglocken läuten.
Legaler Betrug, schrecklich.

Twitter

Während die Lokalpresse in letzter Zeit eher mit Huldigungen an die urbanen Milliardärs-Wohltaten für die Landeshauptstadt Potsdam aufffällt, hat @InitiativgruppP im investigartorischen Dreck gewühlt Und das ohne die Verlags-Budgets einer @maz_online @PNN_de

Großartige Recherche von @InitiativgruppP „Potsdam – Stadt für alle“. Die kriminellen Praktiken von Immobilieninvestoren müssen aufhören. Transparenz durch Immobilien- und Mietregister und vor allem: Keine Profite mit dem Wohnen! #100prozentbezahlbar

Grandios. Wir haben mit denen hier https://link.infini.fr/aejFf8b5 zu tun: Immo Albert in S.a.r.L bzw. dem Grizzly-Albert-Immo-Engel-Völkers-Netzwerk zu tun.

Danke für die super Recherche! Wird Zeit, den roten Teppich zu zerschneiden, den die Potsdamer Politiker_*Innen seit Jahren für zwielichtige Immobilienhaie ausgerollt haben…..

Eine wirklich irre spannende Recherche. Reiche zerstören bezahlbaren Wohnraum, profitieren von gesellschaftlichen Leistungen und tun alles, um sich vor ihrem Steuerbeitrag zu drücken. Sprich: Klassenkampf auf dem Immobiliensektor.

Zum Dauerthema Strandbad Babelsberg hingegen gab es ganz andere Reaktionen. Nach 4! offenen Briefen, den vielen Aktionen und einer Petition mit über 2.500 Unterschriften haben jetzt SCHON die Ministerin für Kultur in Brandenburg, Frau Dr. Schüle (SPD) und der Staatssekretär für Kultur in Berlin, Herr Dr. Wöhlert (Linke) geantwortet – auf eine unwürdige und ignorante Weise. Herr Dr. Wohlert hatte noch nicht einmal mitbekommen, dass die SVV in Potsdam schon über den Vertrag entschieden hatte. Ob ihm auch bewusst ist, dass sich viele Mitglieder der Linken in Potsdam ganz anderes positioniert haben?

Aber auch hier: Selbst lesen!

Sehr geehrter Herr Zschoge,

vielen Dank für Ihre Email vom 26. Mai 2020 und Ihr Engagement in Babelsberg; ich bitte Sie um Verständnis, dass ich Ihnen erst heute antworte.

Nach langen und intensiven Verhandlungen zwischen der federführenden Landeshauptstadt Potsdam, der Stadtwerke Potsdam GmbH und der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) wurde einvernehmlich ein Kompromissvorschlag gefunden, mit dem das Strandbad erhalten, die einzigartige gartenkünstlerische Qualitäten des in der Kernzone des UNESCO-Welterbes gelegenen Parks Babelsberg wieder sichtbar und dem Potsdamer Seesportclub e. V. den Verbleib am Standort ermöglicht werden. Das ist ein Ergebnis, dem auch der Stiftungsrat der SPSG zuzustimmen bereit war.

Ihre Sorge, die SPSG würde mit schnellen Abrissarbeiten vollendete Tatsachen schaffen, sind m.E. unbegründet. Um dem zwischen der Landeshauptstadt Potsdam, dem Potsdamer Seesportclub e. V. und der Stiftung ausgehandelten Kompromissvorschlag Genüge zu tun, laufen alle planerischen Maßnahmen für den Rückbau des im Eigentum unserer Stiftung befindlichen und bislang noch vom Potsdamer Seesportclub e. V. genutzten Gebäudes fristgemäß weiter. Die Leistung wurde ausgeschrieben und die Angebote wurden geprüft. Allerdings wird die Stiftung mit den Arbeiten voraussichtlich nicht vor der endgültigen Entscheidung die Stadtverordnetenversammlung beginnen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Torsten Wöhlert, Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Staatssekretär für Kultur

Mail vom 23.06.2020!!!!

Sehr geehrte Initiative Potsdamer Wassersportfreunde,

sehr geehrte Frau Müller, Herr Schöll, Herr Tschoge,

vielen Dank für Ihre Mails. Sie baten mich, auf die Stiftung einzuwirken, „keine vollendeten Tatsachen zu schaffen, bevor die Stadtverordnetenversammlung der Landeshauptstadt eine Entscheidung über den Vertrag getroffen hat“, und Sie baten mich ebenso, die vor einer Woche von Ihnen benannten neuen Tauschalternativen zu berücksichtigen.

Die Potsdamer Stadtverordnetenversammlung ist im Begriff, sich mit dem drei Jahre ausverhandelten Kompromissvorschlag zwischen der Stiftung Preussische Schlösser und Gärten, der Landeshauptstadt, den Stadtwerken und dem Seesportclub e.V. abschließend zu befassen. Er stand auf der Tagesordnung des Hauptausschusses am 27.5. und wird morgen, am 3. Juni, in der Stadtverordnetenversammlung beraten.

Mit der Stiftung abgestimmt ist natürlich, dass vor dieser Befassung keine, wie Sie es nennen, ‚vollendeten Tatsachen‘ durch Abriss geschaffen werden. Das war auch mir wichtig, und das halte ich für selbstverständlich. Für selbstverständlich muss ich aber auch halten, dass Verhandlungsprozesse vieler Partner, die eine Abwägung verschiedener Interessen und eine Beteiligung vieler Akteure beinhaltet haben und die einvernehmlich abgeschlossen wurden, nicht zum Schluss wieder auf Beginn gestellt werden.

Da der Pachtvertrag für das Stiftungsgelände ausläuft, hatten auch die Landeshauptstadt mit ihren Akteuren und der Seesportverein ein großes Interesse sich so zu verständigen, dass alle Beteiligte ein akzeptables Ergebnis verzeichnen können. Das ist geschehen, und deshalb kann ich Ihnen nicht folgen, mit neuen Vorschlägen diesen Verhandlungsprozess wieder auf Anfang zu stellen – zu einem Zeitpunkt, wo dafür keine Zeit mehr ist. Diese Fragen sind sicher auch auf der Vor-Ort-Begehung am 16. Mai im Strandbad Babelsberg, die der Hauptausschuss initiiert hatte, besprochen worden.

Ich hoffe und wünsche, dass der Prozess schließlich zu einem zwar neuen, aber doch gedeihlichen Miteinander aller Beteiligten im Park Babelsberg führt, ein Miteinander, das die Bedürfnisse der Potsdamerinnen und Potsdamer genauso im Blick hat wie die des Weltkulturerbes. Für mein Verständnis sind das keine Gegensätze, sondern sich auch jeweils bereichernde Parts.

Mit allen guten Wünsche dafür,

herzliche Grüße,

Manja Schüle

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