Finanzierungs- und Förderprobleme beim Bau der Garnisonkirche

In der seit mehr als drei Jahrzehnten andauernden Kontroverse um den Wiederaufbau der Garnisonkirche stehen die inhaltlichen Fragen im Zentrum, jedoch sind auch Aspekte der Finanzierung immer wieder Teil der Auseinandersetzung. Die mangelhafte gesellschaftliche und demokratische Legitimierung des Projektes schlägt sich in seinen fortgesetzten Finanzierungsproblemen nieder. Das geringe Spendenaufkommen, fehlende Transparenz, widersprüchliche Angaben, anhaltende Finanzierungslücken und steigende Baukosten werfen dabei nicht nur politische, sondern auch haushalts- und förderrechtliche Fragen auf.

Vor kurzem wurde bekannt, dass der Bundesrechnungshof die öffentliche Förderung seit April 2020 überprüft. Nach der ersten Erhöhung der Bundesförderung im August 2019 hat das Rechercheteam des Lernorts Garnisonkirche seit Jahren laufende Nachforschungen intensiviert und die Ergebnisse gebündelt. Auf Basis des Informationsfreiheitsgesetzes wurden Anfragen gestellt und Unterlagen des Bundes sowie des Landes Brandenburg gesichtet und ausgewertet.

Der vorliegende Bericht dokumentiert die Hintergründe der finanziellen Beteiligung des Bundes, die inzwischen 100% der 2017 benannten Kosten der geförderten Maßnahme (1. Bauphase Rekonstruktion Turm) erreicht hat. Die Recherchen lassen nicht nur Zweifel an der Rechtmäßigkeit des ursprünglichen Förderbescheids aufkommen, sondern auch an einer möglichen Auszahlung der späteren Nachbewilligungen.

Hier geht es zum 23seitigen Bericht des Rechercheteams Lernort-Garnisonkirche:

Mehr zu den Fragwürdigkeiten und den sich daraus ergebenen Forderungen unter: Wiederaufbauprojekt – lernort | garnisonkirche (lernort-garnisonkirche.de)

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