Vom Kriegstreiber zum Friedenskaiser?

… und ein Volk in Trauer

Jetzt oder nie – Monarchie!

„Die Irren sind wieder in der Stadt“ so könnte eine verharmlosende Überschrift auch lauten. Sie treffen sich am 14.11. am Neuen Palais. Vieles erinnert an den August 1991, der Überführung der Königssärge. Vorgeschobener Anlass ist diesmal die Abdankung des letzten deutschen Kaisers. Doch es geht um mehr: um die Destabilisierung der Demokratie und die Infragestellung der aktuellen Rechtsordnung. Zu den von sogenannten Reichsbürgern vertretenen Ideologien gehören oft die Ablehnung der Demokratie, Ideologieelemente des Monarchismus, Rechtsextremismus, Geschichtsrevisionismus und teilweise Antisemitismus oder die Leugnung des Holocausts. Sie teilen eine Haltung der Ablehnung gegenüber einer offenen und pluralistischen Gesellschaft.

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„Soldaten sind Mörder!“

Potsdamer Mahnungen; von Tucholsky bis Neitzel

Diese Erkenntnis ist so alt und richtig, wie es Kriege gibt. Heute müsste es selbstverständlich „Soldat*innen sind Mörder*innen“ heißen.  Zum ersten Mal hatte Tucholsky 1931 diese Provokation  in der Zeitschrift „Die Weltbühne“ publiziert. Die roten Hefte waren ein Potsdamer Produkt in der Weimarer Zeit gegen den weit verbreiteten, militaristischen Geist von Potsdam.*1

Gestern (02.Nov.2020) wurde das Buch „Deutsche Krieger: Vom Kaiserreich zur Berliner Republik“ des Historikers Sönke Neitzel veröffentlicht (Professor an der Uni Potsdam). Eine 800 Seiten umfassende Studie, in der Neitzel die deutsche „Kriegskultur“ vom 19. Jahrhundert bis heute untersucht und dabei die Frage stellt, was ein Leutnant des Kaiserreichs, ein Offizier der Wehrmacht und ein Zugführer der Bundeswehr in Kunduz-Einsatz gemein haben.

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Corona in Potsdam und in der Region

Corona-Zahlen, Bericht 1

Nach unserem Alarmstufe-Rot-Beitrag wurden wir „aufgefordert“, uns mit den Corona-Zahlen zu beschäftigten. Dem kommen wir gern nach, denn Aufklärung ist uns wichtig. Wir halten Covid19 für ein ernsthaftes Problem und Entscheidungen sollten (auch) auf Daten und Fakten basieren. Alle verwendeten Zahlen stammen aus amtlichen Quellen. Hier der Sachstand vom 30.10.2020.

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#SANGUNDKLANGLOS – STILLER PROTEST

Zeit der Stille

Die Kulturschaffenden protestieren: Am Montag, den 2. November um 20 Uhr wird dazu aufgerufen, mit einem Moment der Stille zu protestieren. Dazu können Videos, Livestreams und Beiträge unter dem Hashtag #SangUndKlanglos auf allen verfügbaren Medien veröffentlicht werden, die individuelle Stille darstellen.

Schweigen statt Schreien?

Der November wird schon lange als „der stille Monat“ bezeichnet. Im November gibt es die „stillen Feiertage“. Es ist aber auch die Zeit, in der sich die Dunkelheit ausdehnt. Der November 2020 wird einer der stillsten werden, der Lockdown bremst nicht nur die Gastronomie und den Sport aus, auch die Kultur wird wieder auf Eis gelegt. Die Kulturlosigkeit als Ausdruck der strategischen Planlosigkeit und als Sinnbild des machtpolitischen Aktionismus.

Wir hatten bereits die Maßnahmen kommentiert. Mehr dazu unter: #kulturerhalten und #sangundklanglos

Hier geht es zur Website des Bündnisses #AlarmstufeRot: https://alarmstuferot.org

#AlarmstufeRot!

Nicht nur im Kulturbereich!

Die Veranstaltungswirtschaft kämpft ums Überleben und die Beschäftigten fühlen sich als die Vergessenen in der Corona-Pandemie. Dabei ist die Eventbranche mit einem Umsatz von 130 Milliarden Euro der sechstgrößte Wirtschaftszweig in Deutschland. Corona aber hat dem Umsatz seit dem Frühjahr um 95 Prozent einbrechen lassen und mehr als eine Million Beschäftigte in Existenznöte gestürzt. Dies sind mehr, als die Autobranche deutschlandweit an Beschäftigte hat. Auch in Potsdam stehen viele Einrichtungen und ihre Angestellten, sowie die vielen Soloselbstständigen und Freiberufler*innen auf der Kippe.

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Atomwaffenverbot ratifiziert! Endlich!

50. Staat ratifiziert UN-Atomwaffenverbot! Atomwaffen endlich international geächtet.

geschafft, Danke ICON

An diesem Wochenende hat Honduras als 50. Staat bei den Vereinten Nationen den UN-Vertrag zum Verbot von Atomwaffen ratifiziert. Jetzt ist es geschafft: Der Vertrag tritt in 90 Tagen in Kraft und ächtet Atomwaffen international. Die Stadt Potsdam ist Teil eines Bündnisses von mehr als 100 deutschen Städten, welches dieses Verbot gefordert hat. Deutschland hingegen nicht!

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EINE Stadt für alle?

Wir dokumentieren eine Genderanalyse des Potsdamer Wohnungswesens

Ein Teil der Fragen, auf die die Analyse eine Antwort sucht oder gibt.

Gendergerechtes Wohnen geht einher mit der Forderung des bezahlbaren Wohnens.  Mehrheitlich Frauen zahlen mehr als 30 Prozent ihres Einkommens für die Miete. Die Benachteiligung von Frauen wird bei den Haushalten, die 50 Prozent oder mehr des Einkommens für die Miete verwenden müssen, besonders deutlich. Hier sind doppelt so viele Frauen betroffen wie Männer.  Vor allem alleinerziehende und ältere, alleinstehende Frauen haben ein erhöhtes Armutsrisiko und brauchen günstige Wohnungen.

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Ferientipp: Potsdamer Mitte besuchen

Potsdam und seine Mitte: Was hat dieses spezielle Verhältnis in den letzten Jahren nicht alles für Emotionen produziert, Gräben aufgerissen, Fakten verdrängt und Tatsachen geschaffen. Die Potsdamer Mitte gleicht einerseits einer Kampfzone höchst emotionaler Aggressivität und andererseits allabendlicher Stille. Während Rekonstruktionsfundamentalisten von und um Mitteschön! an ihrem Traum basteln, der Stadt eine Zeitreise in die Vergangenheit zu verordnen, räumt der ästhetisch-kapitalistische Bagger geschichtliche Epochen ab, stapelt ungeniert um und konstruiert Narrative aus der Retorte. Da läuft etwas falsch mit der Mitte. Da ist etwas falsch an der Mitte!

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militaristische Schützenhilfe

… nicht nur in der Garnison- und Landeshauptstadt Potsdam

Eine Einrichtung des öffentlichen Dienstes, das ZMSBw, hat sich mit einseitigen Darstellungen in die Debatte um den Wiederaufbau der Garnisonkirche eingemischt. Ein Blick auf die Homepage zeigt, dass es an Objektivität mangelt. Die Militärstadt Potsdam erlebt ein neues Kapitel seiner unrühmlichen Traditionen: die Verquickung von Militär, Staat(Krone) und Kirche.

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Wendedankfest abgefeiert

Mit einem schwarz-rot-goldenem Logo gegen die Schwarz-weiß-Malerei von Ost und West

Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 30. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung am 03. Oktober in Potsdam hatte das Komitee für Preußische Leichtigkeit (KPL) der Potsdamer Stadtbevölkerung und seine Gästen die Möglichkeit geben, sich öffentlich für die Deutsche Einheit und deren Kollateralfolgen zu bedanken.

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