Notre-Dame und Potsdam

potsdam for future_31.03.2019

Am 15.04.2019 brennt durch Unachtsamkeit ein Wahrzeichen der Metropole Paris, der Grand Nation. Der Staatspräsident Macron möchte die Kathedrale Notre-Dame binnen fünf Jahren wieder aufbauen. Er spricht davon, dass wir „besser werden als wir sind“, wenn wir dies tun. Ganz Europa stimmt in den Chor ein. Der Brand dieser Kathedrale ist eine Katastrophe. Das Medieninteresse ist gigantisch und verdrängt die real existierenden Probleme dieses Globus. Zum Glück ist bald wieder Freitag und ein paar Kids werden uns wieder zeigen, worum es wirklich gehen sollte.

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Kein Garnisonkirchen-Glockenspiel zum Gedenken

Die BÜRGERINITIATIVE FÜR EIN POTSDAM OHNE GARNISONKIRCHE hat dem Oberbürgermeister einen Brief geschrieben. Diesen möchten wir hier publizieren. Anlass ist das Gedenken an die Bombardierung Potsdams in der Nacht vom 14./15. April 1945 – „die Nacht von Potsdam“.  Die Forderung ist eindeutig und einleuchtend: Kein Garnisonkirchen-Glockenspiel zum Gedenken an die Bombardierung Potsdams!

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Gemeinsam gegen Verdrängung und #Mietenwahnsinn in Potsdam!

Auf gehts!: Kommt zum Stadtspaziergang am Samstag, den 6. April 2019!

In Potsdam werden wir beim „Kritischen Stadtspaziergang“ einen besonderen Blick auf die Rolle von Immobilieninvestoren in der Stadt werfen.
Wer investiert und baut da mit welchem Geld und vor allem mit welchen Folgen für Wohnen, Mieten und Kultur.

Beginnen wird der Stadtspaziergang ab 12.00 Uhr an der Schnittstelle von RAW Gelände und Freiland.

Dabei werden wir Beiträge aus dem Jugendkulturzentrum Freiland, von den Inititiven Mieteschön und Pro Brauhausberg, aber auch aus der StudentInnenschaft hören.
Ein neuer Schwerpunkt wird die Entwicklung in der sogenannten Speicherstadt am Havelufer sein.

Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit zeigt sich dort inzwischen überdeutlich, welche Folgen die Privatisierung innerstädtischer Flächen an große, gewinnorientierte Immobilienfirmen haben kann. Heute hat dort ein Geflecht von Immobilienfirmen vor allem teure Eigentumswohnungen, Anlageobjekte und Luxusprojekte geschaffen und wird in der Speicherstadt Nord genauso weitermachen. Wer sich – wie wir – einmal mit den Unternehmens – und Beteiligungsstrukturen dort beschäftigt, wird bemerkenswerte Zusammenhänge entdecken. So war die Firmengruppe Groth nicht nur für den Bau im mittleren Teil der Speicherstadt verantwortlich, sondern ist personell und finanziell auch mit den Firmen verbunden, welche heute die Speicherstadt Nord entwickeln: Asenticon, Kondor Wessels und Reggeborgh. Wer dann noch weiß, dass die Hasso Plattnerstiftung eben dieses Firmengeflecht auch beauftragt hat, das neu erworbene Gelände auf dem Brauhausberg zu entwickeln, ahnt vielleicht ein wenig mehr von den Hintergründen und Zusammenhängen der vielen „Deals“ der Vergangenheit.

Wir laden herzlich alle Menschen ein, die eine solche Entwicklung kritisch sehen und mit uns auf die Folgen solcher Investments schauen wollen.
Neben kurzen Vorträgen und vielen Infos wird es einen Aktionsreader geben und eine Aktion, welche sich an die politisch Verantwortlichen in der Stadt Potsdam wendet.

Tag von Potsdam – Teil 1 – Beginn der Vernichtung!

Der 21. März 1933 steht für die Machtübergabe „vom alten und neuen Deutschland“, vom konservativen Traditionsbewusstsein zum nationalsozialistischen Erneuerungswillen. Der Tag von Potsdam steht für den nahtlosen Übergang von kaiserlichen Standarte Schwarz-Weiß-Rot zu Rot-Weiß-Schwarz der Hakenkreuzfahne.

Der 21.03.1933 ist mehr als ein symbolischer Akt oder Tag. Der 21.03.1933 ist der Startschuss der systematischen Vernichtung von Menschen.

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Rechenzentrum – Verdrängung statt Umzug!

Der Umzug des Rechenzentrums ist nicht machbar!

Zu diesem Ergebnis kommt die Machbarkeitsstudie, wenn die beiden Zielgrößen ausreichendes Platzangebot und Bezahlbarkeit als Messlatte der Beurteilung angesetzt werden.

Eine von der Stadt beauftragte Machbarkeitsstudie sollte klären, ob und wie der Umzug des Kunst- und Kreativhauses Rechenzentrum im Jahr 2024 ins neu zu bauende KreativQuartier3 möglich ist. Das Ergebnis liegt nun vor.

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Wer steckt eigentlich hinter den Investoren auf dem RAW Gelände? IV

Oder: „Eine einmalige Gelegenheit!“?

Zuerst wollen wir uns mal ganz herzlich für die vielen Rückmeldungen und Unterstützung bedanken, die wir in den letzten Wochen erhalten haben. Fast alle haben uns ermutigt, weiter zu machen, weiter zu recherchieren.

Wie notwendig das ist, zeigen die letzte Tage: Die Erpressung der Mitglieder im Bauausschuss, die völlig unkritische Berichterstattung der lokalen Zeitungen, die statt kritischen Nachfragen Hochglanzbilder der RAW Potsdam GmbH und deren Statements abdrucken.

Dabei ist eigentlich keine der Fragen geklärt, die wir in unseren Hintergrundberichten bisher aufgeworfen haben. Deshalb haben wir weitergemacht und uns vor allem all die Unterlagen besorgt, welche die Gesellschafterentwicklung, die Beteiligungsstruktur und die Handelsregistereinträge der RAW Potsdam GmbH zeigen.
Hier sind die Erkenntnisse:

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Gold für Boede

Lutz Boede wird sich dieser Tage ins Goldene Buch der Stadt Potsdam eintragen. Gut so. Einhundert Jahre nach dem Beginn der parlamentarischen Demokratie in Weimar und der Ermordung von Luxemburg und Liebknecht darf sich auch mal ein Linker in diesem Sammelsurium der Stadtgeschichte verewigen. Das liberal-bürgerliche Milieu schäumt. Vom „Bürgerschreck“ Lutz Boede ist da die Rede. Scheinbar hat dieser alles richtig gemacht! Die Reaktionen der Reaktionäre ist eine Lehrstunde für Toleranzlosigkeit und Demokratiedefizit.

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Potsdam kann auch anders….

…, wenn gemeinschaftliche Projekte investieren wollen.

Wir hatten darüber berichtet: Der Verein „Machbarschaften“ hat sich um ein Grundstück in Babelsberg beworben – für ein großes, soziales Gemeinschaftsprojekt.
Fast ein Jahr verging, dann kam die Nachricht: Leider alles falsch, die ganze Ausschreibung und inzwischen haben wir ja ein neues – höheres Wertgutachten.
Der Verein hatte noch mal nachgefragt (siehe Schreiben „Machbarschaften) und hat jetzt eine Antwort vom KIS (siehe Antwortschreiben) bekommen.
Eine Interpretation erübrigt sich.
Leider hat ein solcher Verein weder einen lettisch – zypriotischen Investor im Rücken, noch ist es die „Deutsche Wohnen“.

So was geht in Potsdam nicht.

Fragen Machbarschaften

KIS an Machbarschaften