Preußens Gloria und geheime Verhandlungen mit Frau Grütters

Die Hohenzollern erhalten ein unentgeltliches Wohnrecht im Schloss Cecilienhof

So zumindest die Wunschvorstellung von Georg Friedrich Prinz von Preußen. Entweder sind die Hohenzollern, die seit 2018 in Potsdam wohnen, pleite und sich zu fein ordentlich Wohngeld zu beantragen, oder sie sind völlig weltfremd. 100 Jahre nach Kriegsende (ein Krieg den Friedrich Wilhelm Viktor Albert von Preußen, der letzte deutsche Kaiser und Ururopa des Prinzen, begonnen hat), kommen sie wieder aus ihren Löchern gekrochen. Kein Wunder, da die Gesellschaft sich seit Jahrzehnten weigert, die eigene Geschichte aufzuarbeiten und mittlerweile immer weiter nach rechts abdriftet.

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Immobilien-Konzern mahnt Netzwerk ab!

Die Trockland Management GmbH – vertreten durch eine Rechtsanwaltsgesellschaft vom Potsdamer Platz 1 in Berlin – schickte am 04.07. eine Unterlassungsverfügung an den Mediamaro e.V. und forderte eine Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung binnen dreier Werktage ein. Warum?

Die Trockland Management Gmbh steht in Verbindung mit dem RAW-Projekt in Potsdam und der Mediamaro e.V. ist unser netztechnische „Heimat“. Eigentlich steht www.potsdam-stadtfueralle.de im Focus des Immobilienkonzerns, weil wir verschiedene „RAW-Dossiers“ zu Jahresbeginn veröffentlicht haben.

Das Vorgehen der Anwälte passt zur öffentlichen Debatte um die Rolle von Immobilienkonzernen in deutschen Städten. Wie groß muss eigentlich deren Angst vor Image-Verlust sein, oder gar darüber, dass durch intensive Recherchen ans Licht kommen könnte, dass doch nicht alle Geschäftsgebaren „sauber“ sind.

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Straube mit Rechenschwäche

PNN wie wir sie kennen. Schlechter Journalismus hat einen Namen: Peer Straube

Straube behauptet in der PNN vom 01.07.2019  „… Die Resolution (der Niemöller-Stiftung)  gegen die Garnisonkirche ist damit die einzige, die auf der Veranstaltung (dem Kirchentag) keine Mehrheit gefunden hat, insgesamt zehn wurden dort verabschiedet.“

Das ist falsch! Ein klarer Fall von Rechen- und Rechercheschwäche. In anderen Redaktionen hätte das Folgen.

Insgesamt wurden für den Kirchentag 15 Resolutionen eingereicht. Davon kamen 10 durch.  15 – 10 = 5 nicht 1, wie Straube behauptet.

Alles nachzulesen unter: https://www.kirchentag.de/index.php?id=16825

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„Tabubruch Garnisonkirche“

Wir dokumentieren und empfehlen: Interview mit Philipp Oswalt, Professor für Architekturtheorie und bis 2014 Leiter der Bauhausstiftung Dessau über „rechte Architektur“

Das Interview erschien gerade in der Zeitschrift „Monopol – Magazin für Kunst und Leben“. Neben vielen interessanten Aussagen zu den Zusammenhängen von Architektur, rechten Infrastrukturen und Stadtentwicklung enthält das Interview vor allem klare Aussagen zum Wiederaufbau der Garnisonkirche in Potsdam.
Hier ist das ganze Interview:

https://www.monopol-magazin.de/der-wiederaufbau-der-garnisonskirche-ist-ein-absoluter-tabubruch

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Laborstadt Potsdam?!

Ein Forschungsprojekt zu Gemeinschaftsprojekten in Potsdam und anderswo

Am 20. Juni 2019 stellten verschiedene Forschungsinstitutionen von DIFU über ITZ bis hin zu Plan & Praxis die wirklich spannenden Ergebnisse eines gemeinsamen Forschungsprojektes zu „Gemeinschaftlichen Wohnprojekten“ vor.

… seltsamerweise war Potsdam eine der Schwerpunktstädte.

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Christen brauchen keine Garnisonkirche!

Niemand hat die Absicht eine Garnisonkirche zu errichten

„Christen brauchen keine Garnisonkirche“ war das Thema der Aktivitäten der Martin-Niemöller-Stiftung und ihrer Resolution für den 37. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dortmund. Und das kam an! Selbst Vertreterinnen der Nagelkreuzgemeinschaft haben sich gegen die Baukopie des preußischen Vorbilds ausgesprochen.

Die Resolution der kirchennahen Martin-Niemöller-Stiftung weist darauf hin, dass die Garnisonkirche Potsdam DER Symbolbau des Militarismus in Deutschland ist und angesichts eines erstarkenden Rechtspopulismus die „Wiedergewinnung“ genau das falsche Zeichen ist. Die Stiftung fordert die Offenlegung der Spender*innen und keine weitere Finanzierung des Turmbaus durch Kirche und Staat.

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Fest der Kunst und Kulturen am 18. Juni im Staudenhof

Das Haus Am Alten Markt 10 entwickelt sich zusehends zum wichtigen kulturellen Anker der Innenstadt. Fast täglich ist das Begegnungscafé „Staudenhof“ geöffnet und lädt zu einem vielfältigen Programm ein. Entsprechend reicht die Anziehung dieses Kulturhauses bis an Potsdams Stadtränder und spricht unabhängig von Nationalitäten, Alter und Geschlecht die Menschen an. Zu den vielen Festen, welche vor allem in der wärmeren Jahreszeit in den Staudenhof einladen, zählt auch das Fest der Kunst und Kulturen am 18. Juni ab 16 Uhr. Verschiedenste Nationen stellen ihre traditionelle Bekleidung, kulinarische Besonderheiten und Musikrichtungen vor, Kunst wird ausgestellt, kann erworben werden und gemeinsam neu geschaffen. Eingeladen sind alle, um den kulturellen Reichtum zu feiern, der in Potsdams Mauern Einzug gehalten hat und der bereits seit langem hier zuhause ist.

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Ehrenamtspreis 2019

… für eine liebenswerte „Stadt für ALLE“

Die Aktiven der Steuerungs- und Lenkungsgruppe im Prozess zur Machbarkeitsstudie für ein neues KreativQuartier haben am gestrigen Donnerstag eine „Anerkennung“ beim Ehrenamtspreis bekommen. Dieser Preis verursacht bei mir zwiespältige Gefühle. Sicherlich ist der verdient. Es wurden viel Zeit und Nerven investiert. Doch es gibt eine beängstigende Parallelität:

2018 bekamen das Bündnis Mietenstopp und die Initiative „Stadtmitte für Alle“ eine Anerkennung für ihr ehrenamtliches Engagement in der Kategorie „Entwicklung der Quartiere“. Im gleichen Jahr wurde die Fachhochschule abgerissen.

Jetzt bekommen die „Kreativen“ diesen Preis. Wenige Wochen nachdem erneut der Abriss des Rechenzentrums in der Stadtverordnetenversammlung bekräftigt wurde.

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Neue Studie der R. Luxemburg – Stiftung

Profitmaximierer oder verantwortungsvolle Vermieter?

Auch, wenn die Studie die wichtigsten Immobilienkonzerne in Berlin beleuchtet, ist sie für Potsdam ganz wichtig. Mit der Deutschen Wohnen, Vonovia und – was viele gar nicht auf dem Schirm haben – der TAG (Waldstadt, Stern, Eiche) haben wir die ganz Großen der Branche auch in Potsdam. Das Hilfswerk der Evangelischen Kirche vermietet nicht nur Wohnungen, sondern spendet (wie wir berichtet haben) die Mieteinnahmen auch mal an die Stiftung Garnisonkirche.
Aber lest einfach selbst:

Alles bleibt wie es ist?

Ein Wochenrückblick auf Potsdam

Nach der Kommunalwahl sprechen Viele von der Chance auf eine neue „linke Mehrheit“ in der Stadtverordnetenversammlung. SPD, Grüne und Linke kommen zusammen auf über 50 % der Stimmen.

Ein kritischer Blick auf deren Stadtpolitik der vergangenen Jahre und leider auch der letzten Tage zeigt allerdings, dass in dieser Schublade „links“ eher investorenfreundliche, neoliberale, konservative Realpolitik steckt.

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