Zu viel Ehre:

Liebe MAZ: Das Netzwerk „Stadt für alle“ hat gestern keine Häuser besetzt!

Wie immer bietet unser Blog eine Plattform für alle Menschen und Initiativen, welche sich für bezahlbare Wohnungen, Freiräume, gegen den Ausverkauf der Stadt und die barocken Fakebauten in der Stadtmitte wenden.
Deshalb haben wir selbstverständliche die Presseerklärung der Besetzer*innen gestern dokumentiert und über die Aktionen auf Twitter berichtet.

Aber natürlich heißt dies nicht, dass das Netzwerk hinter der Aktion gestern steht!
Kürzlich haben wir Briefe der Grünen und der Linken Abgeordneten Frau Tack zur Stadtpolitik veröffentlicht. Dies bedeutet aber doch nicht, dass wir plötzlich glühende Anhänger dieser Parteien sind. Wir halten es aber für wichtig, kritischen Stimmen einen öffentlichen Raum zu geben und das zu schreiben, was anderswo viel zu oft verschwiegen wird.

Und: Selbstverständlich finden wir die Aktionen gestern sehr wichtig und ein Zeichen, was in dieser Stadt alles schief läuft. Eine kommunale Politik, welche noch immer die Stadt an Investor*innen verscherbelt und Gemeinschaftsprojekte verhindert wird diese Reaktion auch in Zukunft geradezu herausfordern.
Aber glücklicherweise gibt es in Potsdam ganz viele verschiedene Akteure, welche sich gegen diese neoliberale Stadtpolitik wenden.
Die Ehre gestern aktiv geworden zu sein gehört ihnen.

Neue Hausbesetzungen in Potsdam!

Wir dokumentieren: Die Presseerklärung der Besetzer*innen

Wir kämpfen weiter – Für eine lebenswerte Stadt ohne rosaroten
Schlösserwahn und Investor*innenbegünstigung.
Mit unserer heutigen Besetzungsaktion möchten wir auf einige Häuser aufmerksam machen, die entweder ihrem Verfall preisgegeben werden oder die wieder einmal nicht nach Konzept sondern nach Höchstgebot verkauft werden.
Private Investor*innen wie Semmelhaack, Kirsch, Jauch, Joop und Plattner dominieren seit Jahren das Geschäft auf dem Potsdamer Immobilienmarkt und sind somit Hauptakteure der Gentrifizierung, der Veränderung des Stadtbildes. Sie rauben so den innerstädtischen Bereichen ihre Diversität. Sie bauen sich die Stadt nach ihren Vorstellungen, in welchen für die meisten Menschen kein Platz mehr vorgesehen ist, da ihnen der „bezahlbare“ Wohnraum weggenommen wird.

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Beschlossen: Das neue Wohnraumfördergesetz

Zum ersten Mal in einem solchen Gesetz: Die Förderung gemeinschaftlicher, nichtkommerzieller Wohnprojekte

Zum ersten Mal war das Netzwerk „Stadt für alle“ zu einer Expert*innenanhörung in den Landtag Brandenburg geladen. Es ging um das neue Wohnraumfördergesetz.
Jetzt wurde eben dies beschlossen.
Und: Zum ersten Mal enthält ein solches Landesgesetz explizit die Förderung gemeinschaftlicher, nichtkommerzieller Wohnprojekte.
Immerhin.

Wir dokumentieren: Die Presseerklärung von Anita Tack / Linke, die uns eingeladen hatte und unsere Rede bei der Anhörung:

PE Wohnraumförderung

Rede Anhörung neu

 

Die Anwohner*inneninitiative Teltower Vorstadt lädt ein…

… Offenes Treffen am Sonntag, den 12. Mai 2019, 15.00 Uhr im Freiland

Nach zwei Treffen von Dutzenden Anwohnerinnen und Anwohnern und vielen Sorgen rund um die Aussichten für dieses Viertel steht fest: für eine gemeinsame Zukunft in dieser Nachbarschaft müssen wir jetzt handeln.

Bislang fehlt bei den Planungen für das RAW-Gelände jede Rücksicht auf das Umfeld, in dem zahlreiche Menschen leben.
Im nun beginnenden Verfahren der Bebauungsplanung muss der Kiez eine Stimme erhalten, um bei der Zukunftsplanung mitzureden.

Helfen Sie dabei, diese Stimme laut und stark zu machen und bringen Sie Ihre Ideen für ein weiterhin lebenswertes Viertel ein. Am 12. Mai informieren wir über die Ergebnisse der bisherigen Treffen und diskutieren die nächsten Schritte.

Bild der Woche

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Weil die Kirchgemeinde der katholischen Herz-Jesu-Kirche lieber ihr Geld in humanitäre Projekte steckt, statt eine neue Turmspitze zu errichten, setzte die Bürgerstiftung DUS-illuminated dem Turm am 02.Mai dauerhaft eine Licht-Spitze auf und machte somit einer weitere Kirche „sichtbar“.

Humanität vor Turmspitze – sehr christlich. Vielleicht geht den Potsdamer Turmbauern auch noch ein Licht auf.

Mit 102 Metern war Herz Jesu an der Roßstraße die höchste Düsseldorfer Kirche, bis am 17.5.1945 der Turmhelm durch einen Wirbelsturm abgedreht wurde. Mehr dazu unter:

www.kath-derendorf-pempelfort.de/wir/kirchen/herz-jesu/

www.dus-illuminated.de/herz-jesu-kirche/

 

Neue Anwohner*inneninitiative gegründet!

Initiative behutsame Stadtentwicklung Teltower Vorstadt/ Babelsberg

Rund 40 Menschen trafen sich am letzten Sonntag im Kulturzentrum Freiland zu einer richtigen Anwohner*innenversammlung zu den Investorenplänen auf dem ehemaligen RAW – Gelände.
Dabei wurde eine Anwohner*inneninitiative gegründet und gleich zum nächsten Treffen eingeladen:

Sonntag, den 5. Mail 2019, 15.00 Uhr im Kulturzentrum Freiland.

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