Geschichte wird gemacht …

Wir dokumentieren:

PRESSEMITTEILUNG

der Bürgerinitiative für ein Potsdam ohne Garnisonkirche

Potsdam, 25.11.2020

Garnisonkirche: Kulturstaatsministerin gießt wieder Öl ins Feuer

Mit der geplanten Bereitstellung weiterer 4,5 Millionen Euro aus Bundesmitteln für den Wiederaufbau der Garnisonkirche trampelt die Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) erneut ohne jegliche Sensibilität auf dem Minenfeld Garnisonkirche herum. Während der amtierende Potsdamer Oberbürgermeister sich zusammen mit der Stadtverordnetenversammlung mit allen Kräften um Schlichtung bemüht, gießt der Bund weiter Öl ins Feuer. Ob die Stiftung Garnisonkirche eine belastbare Kalkulation, einen angemessen Eigenanteil oder ein inhaltliches Konzept vorweisen kann, spielt dabei keine Rolle. Der heiße Draht in die richtigen Ministerien genügt. Dort legt man auf Transparenz, Glaubwürdigkeit und öffentliche Debatte offenbar genauso viel Wert wie bei der Stiftung selbst: gar keinen. Stattdessen werden die Bürger*innen mit falschen Versprechungen an der Nase herumgeführt und vor vollendete Tatsachen gestellt.

Es ist höchste Eisenbahn, dass die Öffentlichkeit bei diesem Projekt endlich die Mitsprache und den Gestaltungsspielraum bekommt, der ihrer finanziellen Beteiligung entspricht. Deshalb: Baustopp, Moratorium, Auflösung der Stiftung Garnisonkirche!

Bürgerinitiative für ein Potsdam ohne Garnisonkirche
c/o Studentisches Kulturzentrum
Hermann-Elflein-Str. 10
14467 Potsdam

www.ohne-garnisonkirche.de

Vom Kriegstreiber zum Friedenskaiser?

… und ein Volk in Trauer

Jetzt oder nie – Monarchie!

„Die Irren sind wieder in der Stadt“ so könnte eine verharmlosende Überschrift auch lauten. Sie treffen sich am 14.11. am Neuen Palais. Vieles erinnert an den August 1991, der Überführung der Königssärge. Vorgeschobener Anlass ist diesmal die Abdankung des letzten deutschen Kaisers. Doch es geht um mehr: um die Destabilisierung der Demokratie und die Infragestellung der aktuellen Rechtsordnung. Zu den von sogenannten Reichsbürgern vertretenen Ideologien gehören oft die Ablehnung der Demokratie, Ideologieelemente des Monarchismus, Rechtsextremismus, Geschichtsrevisionismus und teilweise Antisemitismus oder die Leugnung des Holocausts. Sie teilen eine Haltung der Ablehnung gegenüber einer offenen und pluralistischen Gesellschaft.

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Atomwaffenverbot ratifiziert! Endlich!

50. Staat ratifiziert UN-Atomwaffenverbot! Atomwaffen endlich international geächtet.

geschafft, Danke ICON

An diesem Wochenende hat Honduras als 50. Staat bei den Vereinten Nationen den UN-Vertrag zum Verbot von Atomwaffen ratifiziert. Jetzt ist es geschafft: Der Vertrag tritt in 90 Tagen in Kraft und ächtet Atomwaffen international. Die Stadt Potsdam ist Teil eines Bündnisses von mehr als 100 deutschen Städten, welches dieses Verbot gefordert hat. Deutschland hingegen nicht!

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Stiftung Garnisonkirche zensiert Kunst!

Nichts mit „Wir miteinander“. Vor Beginn der Ausstellung Blickwinkel Potsdam_1.0 , welche mit großen Getöse seitens der Stiftung Garnisonkirche publik gemacht wurde, wurden zwei Arbeiten von Künstler*innen aus dem Rechenzentrum Opfer der Zensur. Wieder einmal wird deutlich, dass die Stiftung nach Gutsherrenart agiert. Die viel gepriesene Toleranz endet dort, wo die Stiftung und das Bauvorhaben zur Diskussion gestellt werden.

Zwei Opfer der Zensur
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militaristisches Sponsoring

getarnte Einflussnahme

„Wir miteinander“ ist das Programm zum Tag der deutschen Einheit an der Baustelle des Turms der Garnisonkirche. Dieses rührselige „Miteinander“ bekommt angesichts der neusten Finanzspritze für das Bauprojekt eine völlig neue Bedeutung. Geldgeber: die Bundeswehr, die gern mit dem „Wir“ wirbt. Wir miteinander.
Die Dreifaltigkeit aus Militär, Kirche und Krone bekommt nun echte „Schützenhilfe“. Vielleicht folgen als Gegenleistung die blankgeputzten Särge derer, die in Auslandseinsätzen ihr Leben ließen für gelernte Verantwortung, gelebte Versöhnung und in Erinnerung an deutsch-preußische Geschichte.

Wir dokumentieren die Pressemitteilung der Bürgerinitiative für ein Potsdam ohne Garnisonkirche die die neue militärische Einflussnahme aufdeckte:

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Inhaltliche Bankrotterklärung der Stiftung Garnisonkirche

… daran hat sich bis heute nicht viel geändert

Bereits im Januar diesen Jahres kündigte Wieland Eschenburg als Kommunikationsvorstand der Stiftung ein Nutzungskonzept mit inhaltlichen Schwerpunkten an. Die Spannung war groß, als am 05.06.2020 die Stiftung Garnisonkirche ihr neues Betriebs- und Nutzungskonzept vorstellte. Und die Enttäuschung auch!

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Ein guter Zeitpunkt für einen Baustopp!

Wir dokumentieren:

PRESSEMITTEILUNG
der Bürgerinitiative für ein Potsdam ohne Garnisonkirche

Potsdam, 29. April 2020

Ein guter Zeitpunkt für den Baustopp

Während Stadtpolitik und Stadtgesellschaft mit dem pandemiebedingten Ausnahmezustand beschäftigt sind, wird an der Breiten Straße fleißig weiter gebaut. Anlässlich der Fertigstellung des Turmsockels liefert Peter Leinemann die üblichen unglaubwürdigen Zahlen. Seit über zehn Jahren wird der Turmbau von der Stiftung Garnisonkirche unverändert auf rund 40 Mio. Euro beziffert – realistisch sind eher 55 Millionen.

In den über 15 Jahren seit Gründung des Fördervereins wurden laut Leinemann gerade einmal zehn Millionen Euro Spenden eingesammelt. Unklar bleibt dabei, wieviel von den Einnahmen überhaupt für den Bau selbst zur Verfügung steht und wieviel davon der Stiftungsbetrieb in den letzten zwölf Jahren verschluckt hat und weiterhin verbraucht. Diesen Kostenfaktor scheint Leinemann nicht zu berücksichtigen, wenn er aus der Gesamtsumme der Spendeneinnahmen, staatlichen Zuschüsse und Kirchendarlehen ein Defizit von fünf Millionen Euro schlussfolgert (im November waren es übrigens noch “drei bis vier”).

Angesichts der chronisch geringen Spendenbereitschaft ist es kaum vorstellbar, dass die Finanzierungslücke, egal wie groß sie nun sein mag, mit Spendengeldern gestopft wird. Bis heute verweigert die Stiftung der steuerzahlenden Öffentlichkeit finanzielle Transparenz und Mitspracherecht bei der Gestaltung dieses Ortes. Die Fertigstellung des Turmsockels wäre ein passender Anlass, um ernsthaft die Frage zuzulassen, ob der kostspielige Aufsatz ohne nennenswerte Nutzfläche, dafür mit großem gesellschaftspolitischen Ballast, wirklich sein muss. Nicht nur das: Der globale Stillstand ist ein guter Zeitpunkt zum Innehalten. Baustopp jetzt!