Rechtes Symbol unter Denkmalschutz

Neues Gutachten und Fachaufsichtsbeschwerde zum Potsdamer Glockenspiel

Vortragsfolie zum Spendenaufkommen für das Glockenspiel

Heute stellten Prof. Phillip Oswalt und Carsten Linke in einer Pressekonferenz am alternativen Lernort-Garnisonkirche im Rechenzentrum das neue Gutachten zum Potsdamer Glockenspiel vor. Gleichzeitig erläuterte Herr Oswalt, der gemeinsam mit dem Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Micha Brumlik eine Fachaufsichtsbeschwerde bei der Kulturministerin gegenüber dem Landesdenkmalamt eingereicht hat, die Beweggründe für dieses Verfahren.

Wir dokumentieren die Pressemitteilung:

Die Form der kürzlich erfolgten denkmalpflegerischen Unterschutzstellung des Glockenspiels auf der Plantage ist ein weiterer Schritt eines seit 30 Jahren fortgesetzten kollektiven Versagens der Potsdamer (Stadt-)Gesellschaft bei der notwendigen Abgrenzung von extremistischen Kräften am rechten Rand. Das Objekt ist nicht nur das erste unter Schutz gestellte Objekt der „Neuen Rechten“, es ist auch Symbol des „Potsdamer Handschlags“, des Schulterschlusses von erheblichen Teilen der Gesellschaft mit Gruppierungen am rechten Rand.

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Offener Brief – Moratorium zur Garnisonkirche jetzt!

Höhe ist keine Zeichen von Größe

In einem offenen Brief sprechen sich knapp hundert internationale Wissenschaftler, Architekten, Künstler, Kirchenvertreter, Kulturschaffende und zivilgesellschaftlich Engagierte dafür aus, bei dem Wiederaufbau des Kirchturms der Garnisonkirche Potsdam auf den Nachbau der umstrittenen Turmhaube zu verzichten, da diese für einen problematischen Nationalprotestantismus steht.

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Finanzierungs- und Förderprobleme beim Bau der Garnisonkirche

In der seit mehr als drei Jahrzehnten andauernden Kontroverse um den Wiederaufbau der Garnisonkirche stehen die inhaltlichen Fragen im Zentrum, jedoch sind auch Aspekte der Finanzierung immer wieder Teil der Auseinandersetzung. Die mangelhafte gesellschaftliche und demokratische Legitimierung des Projektes schlägt sich in seinen fortgesetzten Finanzierungsproblemen nieder. Das geringe Spendenaufkommen, fehlende Transparenz, widersprüchliche Angaben, anhaltende Finanzierungslücken und steigende Baukosten werfen dabei nicht nur politische, sondern auch haushalts- und förderrechtliche Fragen auf.

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Das Feeling von früher

Dieses „Feeling von früher“ zu erleben wünscht sich Prof. Nolte, der Chef des wissenschaftlichen Beirates der Stiftung Garnisonkirche. Das Feeling von früher heißt Garnison sowie Hofstaat mit Missbrauch von Kirche zur Sicherung der Krone. Das Feeling bedeutet Säbelrasseln und Stiefelknallen, unerbittlicher Gehorsam – sprich Militarismus und Krieg. Und ganz besonders in der Garnisonkirche zu Potsdam, der preußischsten aller Garnisonkirchen.

Kadavergehorsam

Die Äußerungen des Beiratsvorsitzenden gegenüber dem arte-journal (Sendetermin 20.08.2020) sind erneut eine inhaltliche Bankrotterklärung der GK-Untersützer*innen.

Seht selbst: https://www.arte.tv/de/videos/099273-000-A/potsdam-streit-um-den-wiederaufbau-der-garnisonkirche/

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Lernort Garnisonkirche

…und die selektive oder differenzierte Berichterstattung

Was nicht in MAZ und PNN steht, steht meist auf dieser Homepage! Aber anderen Medien können es auch: eine differenzierte, unverblendete Berichterstattung. Ein Beispiel ist die Auftaktveranstaltung zur Veranstaltungsreihe Lernort Garnisonkirche, welche vom ehemaligen Direktor der Stiftung Bauhaus, Philipp Oswald initiiert wurde.

Noch am Vormittag des 4.12. schrieb die PNN diesbezüglich: „… Ein hochkarätig besetztes Podium wird die Frage diskutieren: Rekonstruktion Garnisonkirche Potsdam: Lernort oder Identifikationsort?“

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