Teil 3:
Bauen, bauen, bauen hilft nicht
Das ist seit vielen Jahren das Mantra von Wohnungspolitik – auch in Potsdam, auch und gerade von SPD und CDU und natürlich der Bauverwaltung leidenschaftlich vertreten.
Nur – es ist falsch.
Gerade Potsdam ist ein Paradebeispiel dafür, dass Neubau zum Gegenteil führen kann, was eigentlich gewünscht war: Mehr Angebote senken den Preis bzw. die Miete.
Aber soviel kann gar nicht gebaut werden, um einen nennenswerten Leerstand zu bekommen, der dann auch Mieten senkt. Potsdam hat ja gebaut in den letzten 15 Jahren, teilweise mehr als in anderen Städten.
Aber das, was gebaut wurde war für die meisten Menschen in Potsdam gar nicht bezahlbar.
Die Eigentumswohnungen, möblierten Apartments und teuren Mietwohnungen wurden mehrheitlich von Menschen bezogen, die nach Potsdam gezogen sind. Viele von ihnen können sich diese Wohnungen leisten – sie kommen als Angehörige von Bundeswehr und Bundespolizei, sind höhere Verwaltungsangestellte, IT Techniker, Ärzte, Rechtsanwälte oder Wissenschaftler*innen.
Für die wurde gebaut.
Dieser Neubau hat quasi nebenbei einen Anstieg der Bestandsmieten zur Folge. Weil sie in den Mietspiegel eingehen und der Anteil bezahlbarem Wohnraums immer knapper wird.
Wir haben diese Entwicklung mehrmals – auch an Hand konkreter Zahlen recherchiert und hier veröffentlicht.
Deshalb wollen wir hier noch einmal einige dieser Recherchen veröffentlichen.
Viele der aktuellen Neubauprojekte schaffen keine Sozialwohnungen. Oft werden Eigentumswohnungen, Möblierte Apartments und teure Mietwohnungen gebaut
Hier eine aktuelle Analyse der Neubauprojekte 2026
In Krampnitz sollte ein nachhaltiger, sozial gemischter Stadtteil entstehen.
Inzwischen baut dort BUWOG für die Deutsche Wohnen, die Genossenschaften haben sich zurück gezogen und Rubelt verkauft den Stadtteil auf der großen Immobilienmesse in München an Investoren.
Beispiel Krampnitz
Über sogenannte möblerte Apartments haben wir oft berichtet. Die wuchern in Potsdam genauso schlimm wie in Berlin.
Der Bedarf ist niemals so groß.
Aber das Geschäftsmodell lohnt sich eben.
Hier unsere Analyse.
Beispiel Möblierte Apartments
