Her mit den Wohnungen! Runter mit den Mieten!

Aufruf zur großen Mietendemo in Potsdam am 10. Oktober 2026

Deine Wohnung wird verkauft? Schon wieder eine Mieterhöhung? Völlig undurchsichtige Betriebskosten? Die Tochter will ausziehen, findet aber nichts? Eigenbedarfskündigung? Obdachlos und keine Aussicht auf Veränderung? Das zweite Kind kommt, aber ein Kinderzimmer fehlt?

Potsdam gehört bundesweit zu den Top 10 der teuersten Städte, in Ostdeutschland ist sie mit Abstand die Teuerste. Die Stadt befindet sich in einer dramatischen Wohnraumkrise. Wir müssen ausbaden, dass die Stadtpolitik das profitgierige Treiben der Immobilienunternehmen und Investor*innen seit Jahrzehnten aktiv unterstützt. Kirsch, Semmelhaack, Vonovia, Kretzschmar und Co. bauen vor allem Eigentumswohnungen und möblierte Apartments für Reiche, wandeln Miet- in Eigentumswohnungen um, verdrängen die Menschen und verdienen sich dabei eine goldene Nase. Auch dass Land Brandenburg tut nichts für den Schutz von Mieter*innen.

Betroffen sind fast alle: Studierende und Geflüchtete haben kaum eine Chance auf eine menschenwürdige Unterkunft, Senior*innen finden keinen altersgerechten Wohnraum, Menschen, die allein oder gemeinsam Kinder großziehen suchen vergeblich nach geeigneten Wohnungen.

Wir haben genug davon! Wenn es dir auch so geht, dann trag deinen Ärger gemeinsam mit uns auf die Straße und komm zur großen Mietendemo am 10. Oktober in Potsdam.

Wir fordern:

Stärkung der Mieter*innen- Rechte, Enteignung der gierigen Immobilienkonzerne, den Stopp von Immobilienspekulation, Errichtung von bezahlbaren kommunalen Wohnungen, Beschränkung des Baus von Luxuslofts und protzigen Hotels, Beendigung der Wohnungslosigkeit, ein Verbot von Eigenbedarfskündigungen, sowie die Gestaltung von Freiräumen für ein selbstbestimmtes Leben.

Damit wir ohne Angst vor Verdrängung, gemeinsam mit unseren Nachbar*innen, solidarisch im Kiez wohnen können – in einer lebenswerten Stadt für Alle.

Erstunterzeichner*innen:

  • Stadt für alle Potsdam
  • Die Linke Potsdam
  • Wählergruppe DIE aNDERE
  • Hausprojekt Tuchmacherstraße
  • Mieter*innengemeinschaft Wichgraf11
  • Mieter*innen in Babelsberg
  • AStA Uni Potsdam
  • Stadtteilgewerkschaft Waldstadt Solidarisch
  • La Datscha
  • MieterInnengemeinschaft Jung & Alt in Potsdam-West
  • Tornow40
  • Freunde der Pasteurstraße e.V

Hinterzimmerdiplomatie, Intransparenz und bürokratische Entscheidungsgrundlagen

Update mit der PM der Bonhoeffer-Niemöller-Stiftung e.V. Eigentlich war die neue Oberbürgermeisterin ja vor allem für einen neuen Politikstil angetreten.Bürgernah, offen, transparent sollten die Entscheidungen werden. Beim Streit um die Zukunft des Rechenzentrums zeigt sich:Nix davon wird hier Realität.Es ist so wie immer in dieser Stadt.Entscheidende Vorschläge, Konzepte und Überlegungen …

Termine: Die Mieter*innenbewegung in Potsdam macht mobil

Der Aufwind und die Solidarität, welche die Menschen erlebt haben, welche vor Kurzem das Haus in der Tornowstraße besetzten ist auch in den vielen Aktivitäten spürbar, die jetzt im Frühsommer in Potsdam organisiert werden.Vielleicht waren die über 500 Menschen bei der Demo letzte Woche ja nur ein Anfang. Auf jeden …

Die Nachbarn in Babelsberg treffen und organisieren sich

Für Samstag, den 2. Mai 2026 laden das Netzwerk „Stadt für alle“, die Linke und deren Bundestagsabgeordnete Isabell Vandre` zu einem Nachbarschaftstreffen in Babelsberg ein. Anlass sind die zunehmenden Sorgen vieler Mieter*innen vor Verdrängung. So ist die Zahl der Eigenbedarfskündigungen massiv gestiegen, immer mehr Mietwohnungen werden in Wohneigentumsanlagen umgewandelt – …

Was? – Wir brauchen gar keine Media City in Babelsberg???

Wer hätte das gedacht.Investor Jan Kretzschmar, die Stadt und die Wirtschaftsförderung stellen fest: Das gigantische Projekt „Media City“ auf dem Filmpark Babelsberg wird nicht mehr gebaut und gebraucht. „Es ist nicht mehr ganz zeitgemäß, an dieser Stelle die Büroflächen in dieser Höhe und Masse hinzubauen“, sagte Jan Kretzschmar der MAZ. …

Mietkostentreiber: Senkung der Baustandards für Wohnungen

Die Oberbürgermeisterin möchte mit einem Antrag der Stadtverwaltung ein Moratorium umsetzen, um die ökologischen Bauvorgaben und die Holzbau-Initiative bis 2030 aussetzen. Dies wird durch die gemeinsamen Anträge der SPD- und CDU-Fraktionen zur „Offensive für bezahlbares Wohnen“ vom 4. März 2026 begleitet. Ein Etikettenschwindel. Zu den Punkten, die überprüft werden könnten, …

Update: Kommt endlich eine Landesverordnung für eine Kündigungssperrfrist?

Vor rund 3 Wochen haben Aktivist*innen einer Bürgerinitiative eine Petition und Unterschriftensammlung an das Land Brandenburg übergeben. Die Ziele der oft selbst Betroffenen sind, dass das Land Brandenburg endlich Landesverordnungen zur Beschränkung der Umwandlung von Miet – in Eigentumswohnungen und für eine Anhebung der Kündigungssperrfrist bei Eigenbedarfskündigungen von 3 auf …

Offener Brief an Wolfhard Kirsch, Daniela Kirsch und an die wirtschaftlich Berechtigten der mit ihnen verbundenen Unternehmen im Immobilienbereich

Sehr geehrter Herr Kirsch,Sehr geehrte Frau Kirsch, Wohnen ist ein hohes Gut.Es ist unser zu Hause, sorgt für Sicherheit, Identifikation und soziale Stabilität. Geschäfte mit dem Grundbedürfnis und elementarem Menschenrecht „Wohnen“ sind nicht dafür da, Menschen aus diesem Zuhause zu verdrängen, ihnen ihr soziales Umfeld zu nehmen, ihnen Angst zu …

Was würde Karl Marx dazu sagen?

Am Freitag, den 13. Februar 2026 wird in einer Vertreterversammlung der Wohnungsgenossenschaft „Karl Marx“ über den geplanten Verkauf von fast 400 Wohnungen in Potsdam gesprochen. Wir dokumentieren hier einen Beitrag der „Interessengemeinschaft Karl Marx“, in der sich viele Betroffene zusammen geschlossen haben.Gemeinsam appellieren wir an die Vertreter*innen:Folgen Sie Ihrem sozialen …