Ein Veranstaltungshinweis:
Die Tagung der Rosa-Luxemburg-Stiftung findet am 14./15.11.2026 in Potsdam statt. Mit der Tagung sollen verschiedene Dimensionen von Aufrüstung beleuchtet werden. Es wird ein Überblick über derzeitige Entwicklungen und deren Auswirkungen auf Industrie, Staat und Gesellschaft gegeben – immer begleitet von der Frage, welche Alternativen es zur derzeitigen Militarisierung von Staat und Gesellschaft gibt.
Nach dem zweiteiligen Einführungsprogramm am Samstag (antimilitaristischer Stadtführung und Filmvorführung) folgen am Sonntag Vorträge und Diskussionen über den Industrieumbau in Brandenburg und Berlin, den Sozialkahlschlag und seine Folgen und die Sanktionierung von Widerstand sowie über mögliche Handlungsspielräume.
Zur thematischen Einführung:
1. Antimilitaristischer Stadtrundgang durch Potsdam
Samstag, 14. November 2026 | 14:00 bis 16:00 Uhr | Treffpunkt: Deserteur-Denkmal auf dem Platz der Einheit, Ecke Friedrich-Ebert-Straße/Am Kanal
Mit Carsten Linke (Verein zur Förderung antimilitaristischer Tradition in der Stadt Potsdam), Anmeldungen bitte an: info@bbg-rls.de
2. Filmvorführung von „Die Buntkarierten“ (DEFA, 1949)
Samstag, 14. November 2026 | 18:00 bis 21:00 Uhr | Thalia Kino
„Die Buntkarierten“ ist ein DEFA-Film der über mehrere Generationen von der deutschen Geschichte von 1884 bis 1948/49 als Geschichte einer Klassengesellschaft erzählt. Als von Geburt an verwaiste Tochter eines Dienstmädchens wächst sie bei der heimarbeitenden Tante auf. An ihrem Lebensweg wird beispielhaft das Schicksal einer Arbeiterfamilie über beide Weltkriege hinweg erzählt.
Der Film vermittelt Kenntnisse über den Zusammenhang von Kapitalismus, Faschismus und Weltkrieg und das auf eine verständliche und mitunter unterhaltsame Weise.
Ingar Solty (Referent für Friedens- und Sicherheitspolitik am Institut für Gesellschaftsanalyse der Rosa-Luxemburg-Stiftung) wird in den Film, seine Entstehungsgeschichte und aktuelle Bezüge einführen.
Anmeldungen bitte an: info@bbg-rls.de
Die Tagung und ihr Sonntagsprogramm:
Industrieumbau im Dienst der Aufrüstung
Sonntag, 15. November 2026 | 11:00 bis 13:00 Uhr | Rathaus Babelsberg
Eröffnungsvortrag im Rathaus Babelsberg zur aktuellen Industriekonversion in Brandenburg von Chris Hüppmeier (Informationsstelle Militarisierung/IMI). Im Anschluss diskutieren Ulrike Eifler (Gewerkschaftssekretärin) und Nele Techen (stellv. Vorsitzende DGB Berlin-Brandenburg) gewerkschaftliche Positionen und friedenspolitische Perspektiven.
MITTAGSPAUSE 13:00 BIS 14:00 UHR
Kehrseite der Aufrüstung: Sozialkahlschlag
Sonntag, 15. November 2026 | 14:00 bis 15:30 Uhr | Rathaus Babelsberg
Ein Staatshaushalt nur für die Rüstungsindustrie? Isabelle Vandre (MdB, Die Linke) und Michael Janßen (Verein demokratischer Ärzt*innen) sprechen über Militarisierung im Zusammenhang mit anderen Staatsausgaben.
KAFFEEPAUSE 15:30 BIS 16:00 UHR
Warum sollten wir das mitmachen? Autoritärer Staatsumbau für ein ruhiges Hinterland
Sonntag, 15. November 2026 | 16:00 bis 18:00 Uhr | Rathaus Babelsberg
Andreas Fisahn (Rechtswissenschaftler) spricht über rechtliche Aspekte des autoritären Staatsumbaus. Danach diskutieren Judith Scheytt (Aktivistin), Mandy Tröger (Medienwissenschaftlerin) und Lucas Barwenczik (Filmkritiker) über die Rolle von Kultur und Repression für die Kriegstüchtigkeit und was wir dem entgegensetzen können.
ABSCHLUSS & VERNETZUNG AB 18 UHR
Von der „Zeitenwende“ in die Kriegswirtschaft – Rosa-Luxemburg-Stiftung – Brandenburg
