„Die heimliche Hauptstadt“

Wir müssen mal wieder den Feuilleton der FAZ dokumentieren.
Politisch ist das echt schwer einzuordnen.
Aber schön länger fällt es den Journalist*innen und Autor*innen der FAZ offensichtlich leichter, eine kritische Perspektive zur Entwicklung der Potsdamer Stadtmitte zu formulieren – als all denen, die seit Jahrzehnten das „Preußisch – barocke Disneyland“ durchdrücken wollen.
Meist auch gegen den Willen der meisten Menschen in dieser Stadt.
Der aktuelle Beitrag des Feuilletons der FAZ sei unbedingt empfohlen. Wir haben dazu sogar die Bezahlschranke überwunden, eine FAZ gekauft und empfehlen allen Menschen, die Kultur und Stadtentwicklung kritisch sehen unbedingt ein Abo des Feuilletons der FAZ.

Hier gibt es eine markierte und kommentierte Version des tollen Artikels.

Und natürlich können wir es nicht lassen, zwei Zitate zu veröffentlichen, welche Mitteschön, Saskia Hüneke und andere sicher auf die Palme bringen werden:

„… man muss kein Klassenkämpfer sein, um zu sehen, dass Potsdam gerade an seinen prominentesten Schauplätzen immer mehr so aussieht, wie ein paar sehr reiche Zuzügler aus dem Westen sich das vorgestellt haben“ und: „Dass es unter diesen Leuten erstaunlich viele Trolle gibt, hochaggressive Zeitgenossen, die jeden Liebhaber der DDR-Moderne als geistesgestört oder Kommunisten beschimpfen, ist das Pech derer, die mit dem abwaschbaren Neubaubarock wenig anfangen können.

„… der Barock ist nur noch das Dekor, das man vor Rohbauten aus Beton klebt, damit die antik und würdevoll wirken.

Das Desaster der Wohnungspolitik im Stadtbild

Am Mittwoch, dem 5. Mai 2021 stehen bei der Stadtverordnetenversammlung in Potsdam viele Themen auf der Tagesordnung, die seit Wochen für emotionale Diskussionen und Aufregung bei den Menschen in der Stadt sorgen: Staudenhof, Krampnitz, ProPotsdam, Baulandmodell, Milieuschutz.
Bei eigentlich allen diesen Themen müssen wir feststellen:

Die Wohnungspolitik der Stadt Potsdam offenbart sich immer mehr als Desaster!

Deshalb rufen wir für morgen ab 14 Uhr auch zu einer Protestkundgebung vor der MBS Arena auf.
Und immer mehr Bürger*innen äußern ihren Unmut in einer Flut von Transparenten.
Hier eine Auswahl:

„Das Desaster der Wohnungspolitik im Stadtbild“ weiterlesen

Das Wohnungsdesaster beenden!

Aufruf zur Kundgebung vor der Stadtverordnetenversammlung am Mittwoch,
den 5. Mai 2021 ab 14 Uhr vor der MBS Arena!

Potsdam für alle: Mieterhöhung zurücknehmen – Staudenhof erhalten – Krampnitz nur mit günstigen Wohnungen!

Über Potsdamer Baulandmodell wurde seit 2017 keine einzige Wohnung mit Mietpreis – und Belegungsbindung geschaffen.
Hauptausschuss stimmt für den Abriss des Staudenhofs
Krampnitz: Bau von Sozialwohnungen in Krampnitz in Gefahr
Nuthewäldchen ohne Baugenehmigung gerodet
Noch immer keine Vorlage für eine soziale Erhaltungssatzung

Alle diese Schlagzeilen aus den letzten Wochen dokumentieren vor allem Eins:

Es gibt ein völliges Versagen der Wohnungspolitik in Potsdam.

Es ist ein soziales und ökologisches Desaster.

„Das Wohnungsdesaster beenden!“ weiterlesen

Die Debatte zum Staudenhof wird heftiger

Bevor die Stadtverordnetenversammlung am 5. Mai 2021 über die Zukunft des Staudenhofs entscheiden soll nimmt die öffentliche Debatte noch einmal Fahrt auf.
Mieter*innen hängen Transparente vom Balkon, eine neue Inititiative klebt Plakate mit dem Konterfei von Saskia Hüneke und auf Twitter tobt eine heftige Diskussion.

Die neue Gruppe hat uns freundlicherweise ein Bild von dem Plakat zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt.

Wir dokumentieren:
… damit sich alle ein Bild machen können, bevor zu schimpfen oder kritisieren.

Bild der Woche – Grüner Selbstbetrug!

… nur wusste die Stadtfraktion von dieser Leidenschaft nichts! (Screenshot vom 13.03.2021)

Es ist das Witzbild der Woche! Während der Kreisverband „leidenschaftlich debattiert“ beschließt am Montag die Fraktion Bündnis90/DIE GRÜNEN im Potsdamer Stadtparlament, für den Abriss des Staudenhofes zu stimmen. Es soll für 40 Mio. € ein neues Quartier gebaut werden, obwohl für 18 Mio. € das bestehende Gebäude saniert werden kann. Nur mit staatlicher Subvention die keine nachhaltigen Akzente setzt und mit einer Innenhofbebauung im neuen Karree (die selbst die Grünen nicht wollen) ist das Projekt für die ProPotsdam günstiger als die Bestandssanierung. Trotzdem: am Mittwoch im Hauptausschuss, widersprechen die „ungrünen“ Wortführer*innen allen Argumenten des Klimaschutzes und stimmen für den Staudenhofabriss und die massive Erhöhung des CO2-Rücksackes der Potsdamer Baupolitik. Wieder ging es den Grünen nur ums historische Stadtbild. Kulissen statt Klimaschutz!

Mehr zu den klimapolitischen Auswirkungen der GRÜNEN Beschlüsse zum Staudenhofkomplex unter: Klimaschutz NEIN DANKE! Staudenhof ade? – Potsdam – Stadt für alle (potsdam-stadtfueralle.de)

Klimaschutz NEIN DANKE! Staudenhof ade?

Ein Wald mit rund 18.000 Buchen, der vor 45 Jahren gepflanzt worden wäre, wäre notwendig, um die CO2-Menge auszugleichen, die durch die Herstellung der Baustoffe und die Errichtung des Staudenhofes emittiert wurde. Wenn die Stadt jetzt noch den Gebäudekomplex abreißen und klein schreddern möchte, damit es als Bauschutt unter weiteren sinnlosen Straßenprojekten vergraben werden kann, dann erhöht sich dieser CO2-Rücksack noch mal deutlich. …

„Klimaschutz NEIN DANKE! Staudenhof ade?“ weiterlesen

Staudenhof erhalten!

Wir dokumentieren:

Zwei Pressemitteilungen des Netzwerkes „Stadt für alle“ zur Diskussion um die Zukunft des Staudenhofs:

Wieder einmal soll ein wichtiges Gebäude in der Potsdamer Mitte zugunsten einer Pseudobarocken „Neubebauung“ abgebrochen werden. Nach Abbruch der Fachhochschule wurde eine endgültige Entscheidung über einen Abbruch des Staudenhofs bis 2022 zurückgestellt. In dieser Zeit sollte nochmals die Kosten von Abbruch und Neubau oder einer Sanierung überprüft werden.
Nun werden sich die Gremien der Stadt damit beschäftigen, was aus dem Staudenhof werden soll. Der Bauauschuss hat bereits mit der unheiligen Allianz aus SPD, Grünen, CDU und AFD entschieden – weg damit.
Hier ist die PM aus der letzten Woche dazu:

Nächste Woche tagt dann der Hauptausschuss und es steht vor allem die Frage, ob die Grünen in Zeiten von Klimanotstand tatsächlich bereit sind, einen solchen Abriss mitzutragen und die SPD weiter bezahlbare Wohnungen in der Innenstadt vernichten will – zugunsten barocker Fassaden.
Hier ist die neue Pressemitteilung des Netzwerkes „Stadt für alle“

„Staudenhof erhalten!“ weiterlesen

Staudenhof: Abriss oder Erhaltung?

Wir dokumentieren:
Offener Brief des Landesverbandes „Bund Deutscher Architektinnen und Architekten“

„… Mit Phantasie, mit kreativem und konzeptionellem Denken, könnte die Stadt Potsdam ein vorbildliches und begeisterndes Zukunftsbild für dieses Gebäude entwerfen. Es könnten viele der für die soziale Mischung wichtigen preiswerten Wohnungen erhalten bleiben. Der soziale und ökologisch richtige Weg ist nicht der Abriss, sondern die behutsame Sanierung und der Erhalt.“