Vonovia in Potsdam

Es ist kein Zufall, dass wir den Aktionstag „Mietenstopp“ am Samstag, den 19. Juni 2021 im Kirchsteigfeld machen wollen.
1.600 der rund 2.400 Wohnungen dort gehören dem größten deutschen Immobilienkonzern.

Auch im Kirchsteigfeld gab es seit Jahren Beschwerden der Mieter*innen zu überhöhten und undurchsichtigen Betriebskostenabrechnungen, zu Mieterhöhungen bei Neuvermietungen, dass notwendige Modernisierungen aufgeschoben werden. Die MAZ hat das dokumentiert:
https://www.maz-online.de/Lokales/Potsdam/Wohnungskonzern-in-der-Kritik
– und wir bekommen immer wieder Mails von Mieter*innen.

Hier dokumentieren wir einen offenen Brief von mehr als 20 Mieter*inneninitiativen an die Vonovia:

Und hier ist der Flyer, den wir am Samstag bei den vielen Vonovia – Mieter*innen verteilen werden:

Organisiert Euch.
Wehrt Euch.
Immobilienkonzerne enteignen – auch in Potsdam!

Hier sind die Infos aus dem Flyer:

Vonovia in Potsdam und anderswo: Wie aus Betriebskostenabrechnungen Gewinne werden

Vonovia ist der größte deutsche Immobilienkonzern. Aktuell verwaltet er in Deutschland 354.378 Wohnungen. Mit 1,35 Mrd. € fuhr er 2020 seinen bisher höchsten operativen Jahresgewinn ein. Anders gerechnet gingen in dem Jahr 2.045 € pro Wohnung an Dividende an die Aktionäre der Vonovia!

Im Stadtteil Kirchsteigfeld in Potsdam gehören Vonovia aktuell 1.600 Wohnungen. Die Mieter*innen dort haben im letzten Jahr also mit 3.270.000 € zur Rendite der Aktionäre beigetragen.

Herzlichen Glückwunsch!

Einen solchen Gewinn erwirtschaftet ein Immobilienunternehmen nicht einfach mit ganz normaler Vermietung.

Das Geschäftsmodell von Vonovia besteht vor allem darin, die Verwaltung, technische und betriebliche Aufgaben durch eigene Tochter – und Subunternehmen vornehmen zu lassen. Die Betriebskosten werden dadurch regelmäßig höher und für Mieter*innen kaum nachvollziehbar. Natürlich erhöht auch die Vonovia die Mieten vor allem bei Neuvermietungen – dann werden auch und gerade im Kirchsteigfeld längst Mieten von 10 – 12 €/ m² aufgerufen.

Im Gegensatz dazu werden in den letzten Jahren immer weniger Mittel für Modernisierungen ausgegeben, Reparaturen bleiben aus, Hausmeisteraufgaben bleiben liegen.

Es wird Zeit, sich auch in Potsdam gegen eine solche Wohnungspolitik zu wehren!

In vielen Städten haben sich Mieter*innen unter dem Logo VoNO!via zusammengeschlossen und ihre Forderungen an den Konzern gerichtet:

https://mieteraktionärin.de/vonovia-mieter-fordern-korrekte-und-transparente-abrechnungen/

In Potsdam könnt Ihr Euch hierhin wenden, wenn Ihr Unterstützung sucht:

www.potsdam-stadtfueralle.de

www.mieterverein-potsdam.de

Übrigens:

Mit der angekündigten Fusion von Vonovia und Deutsche Wohnen würde in Potsdam ein Immobilienkonzern mit einer Marktmacht von über 5.000 Wohnungen entstehen.

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