Warum wir gemeinsam gegen die Wohnungskrise in Potsdam auf die Straße gehen

Teil 1: Die Stadt verkauft sich seit Jahren an private Immobilieninvestoren

Bereits vor 8 Jahren hatten wir zu diesen traurigen Thema formuliert: „Die Stadt Potsdam hat in den letzten 25 Jahren nahezu alle verfügbaren Flächen an Immobilieninvestoren verkauft. Dabei spielte es eigentlich nie eine Rolle, wer diese waren, welche Firmen dahinter steckten und woher deren Kapital kam. So kamen in Potsdam auch Unternehmen zum Zuge, die anderswo höchst umstritten sind, die für Vertreibungen und Verdrängungen, Bauprojekte an konfliktreichen Orten und für Spekulationen mit Wohnraum bekannt sind.“

Für die Broschüre „Wie Immobilieninvestoren in Potsdam die Stadt
über den Tisch ziehen“
haben wir in der Einleitung darauf Bezug genommen:

„Es war nur ein kleiner Teil eines Artikels in der MAZ vom 18.03.2023 über das aktuelle Neubauprojekt des Immobilienunternehmens Semmelhaack im Kirchsteigfeld: „Anders als lange Zeit angekündigt, sollen die Wohnungen nicht zu einem Drittel an Inhaber von Wohnberechtigungsscheinen vergeben werden.“

Für die lokalen Medien und die Stadtpolitik kam das angeblich überraschend – für uns nicht.

Wir beobachten schon lange, mit welchen unsozialen und teilweise inhumanen Geschäftsmodellen private Immobilienunternehmen und Immobilieninvestoren in Potsdam agieren und dabei ganz unverhohlen vorangegangene Versprechen kippen und Projekte bauen, die überhaupt nichts mit einer sozialen und nachhaltigen Stadtentwicklung zu tun haben.

Und ganz offensichtlich haben sie dabei das Gefühl – sie können das so machen in der Landeshauptstadt Potsdam. Viele der Neubauprojekte, welche wir in letzter Zeit recherchiert und vorgestellt haben leisten weder einen Anteil an Sozialwohnungen noch sind sie an Menschen mit Wohnberechtigungsscheinen vermietbar. Es sind Anlageobjekte mit Eigentumswohnungen, Mietwohnungen im „gehobenen Segment“ oder gleich möblierte Mikroappartements. Und die Stadtpolitik und die Bauverwaltung machen das alles so mit, glauben mündlichen Versprechungen, lassen sich mit halbherzigen Konzepten von einer Handvoll Wohnungen mit „preisgedämpften Mieten“ abspeisen und arbeiten ihre Baugenehmigungen prioritär und „lobenswert“ ab – wie Herr Kirsch zu seinem Luxusbauprojekt „Humboldtzwillinge anerkennend formulierte.“

Deshalb wollen wir hier noch einmal einige dieser besonders schlimmen privaten Bauprojekte und ihre „überraschenden“ Geschäftsmodelle vorstellen.


Beispiel Quarterback in Zentrum Ost


Beispiel Speicherstadt und: Brauhausberg

Beispiel Jan Kretzschmar und die KW Development im Filmpark

Deshalb demonstrieren wir am 10. Oktober auch gegen den Ausverkauf der Stadt an gierige Immobilieninvestoren.
Holen wir uns unsere Stadt zurück!

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