Straube mit Rechenschwäche

PNN wie wir sie kennen. Schlechter Journalismus hat einen Namen: Peer Straube

Straube behauptet in der PNN vom 01.07.2019  „… Die Resolution (der Niemöller-Stiftung)  gegen die Garnisonkirche ist damit die einzige, die auf der Veranstaltung (dem Kirchentag) keine Mehrheit gefunden hat, insgesamt zehn wurden dort verabschiedet.“

Das ist falsch! Ein klarer Fall von Rechen- und Rechercheschwäche. In anderen Redaktionen hätte das Folgen.

Insgesamt wurden für den Kirchentag 15 Resolutionen eingereicht. Davon kamen 10 durch.  15 – 10 = 5 nicht 1, wie Straube behauptet.

Alles nachzulesen unter: https://www.kirchentag.de/index.php?id=16825

Es gibt zwei Wege eine Resolution, die vorher eingebracht werden muss, zu verabschieden. Der „Weg C“ sind Veranstaltungen, mit mindestens 500 Teilnehmerinnen. Dort muss eine Mehrheit für die Resolution sein. Vier Resolutionen konnten nicht zur Abstimmung gestellt werden, da weniger als 500 Christinnen anwesend waren. Es gab nur eine Resolution nach „Weg D“ – Unterschriften sammeln. Der viel schwerere Weg, denn da sind 1.500 Unterschriften zu sammeln. Es geht also um ein Quorum und nicht wie behauptet um eine Mehrheit. Dies gelang allerdings seit Jahren nicht.

Eine Resolution, die nicht das notwendige Quorum erreichte, war beispielsweise „Atomwaffen ächten“. Eine Resolution die sicherlich trotzdem die Zustimmen tausender Kirchentagteilnehmerinnen gefunden hätte, wenn sie in der relevanten Veranstaltung gewesen wären.

Die Resolution der Niemöller-Stiftung war die einzige, die den Weg D ging. Richtig ist, dass es nicht gelang, die notwendigen 1500 Unterschriften innerhalb von 20 Stunden einzusammeln. Denn es darf nur am eigenen Infostand gesammelt werden. Nicht auf dem gesamten Kirchentagsgelände, und nicht an allen Tagen. Es kamen „nur“ rund 700 Unterzeichnerinnen zusammen. Also mehr, als bei jeder Resolution nach Weg C notwendig waren.

Es ist die Resolution mit der größten namentlichen Zustimmung! Ein super Erfolg. Wunderbare Debatten und Gespräche waren damit verbunden. Das war die Strategie: Viele Gespräche. Das gesamte Bundesgebiet weiß jetzt, was für ein Unsinn in Potsdam geschieht. Es haben viele Funktionäre aus diversen Kircheninstitutionen unterschrieben. Von der Militärseelsorge bis zur Nagelkreuzgemeinschaft.

Lediglich einige alte Herren diskutierten pro Wiederaufbau. Deutlich wurde, dass es ein Projekt der Konservativen, der Kirchen-Eliten, der ewig Gestrigen und derer ist, die sich nicht inhaltlich mit dem Projekt auseinandersetzen wollen. Und scheinbar ist es ein Projekt alter Journalisten, die sich nicht zu schade sind, sich dafür einspannen zu lassen und sogar dafür ihre journalistische Sorgfalt vernachlässigen.

NACHTRAG vom 04.07.: Wie die aktuelle Auseinandersetzung in den sozialen Netzwerken mit der PNN-Redaktion verdeutlicht, hat scheinbar nicht nur Herr Straube eine Rechenschwäche, sondern die gesamte Redaktion ein Defizit in Demokratietheorie. Eine Unterschriftensammlung benötigt ein Quorum. Es findet überhaupt keine Abstimmung statt. Somit kann auch keine „Mehrheit“ für oder gegen etwas sein. 

PNN – Potsdamer Nihilistische Nachrichten 

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