Mike allein zu Haus

Wie Schubert sich selbst isoliert. Wir dokumentieren drei Pressemitteilungen

Der OB möchte eine Jugendbegegnungsstätte an Stelle des GK-Kirchenschiffes errichten und zurück ins Kuratorium der Stiftung, die er auf Beschluss der SVV eigentlich auflösen soll.

Niemand (außer ihm selbst) versteht, warum er diese Baustelle aufgemacht hat. Selbst GK-Befürworter*innen zucken mit den Schultern. Allen Insidern ist bekannt, dass es weder Geld noch eine Baugenehmigung für den Bau des Kirchenschiffes gibt. Nicht einmal die Stiftung Garnisonkirche sieht sich in der Lage, dieses Schiff zu bauen oder später wirtschaftlich zu nutzen. Lediglich Mitteschön träumt den Traum vom Gestern und sieht Schubert mit seiner Jugendarbeit auf dem Dachboden des Kirchenschiffes.

Wenn Schubert den Bau des Schiffes wirklich verhindern will, dann braucht er nur den B-Plan 1 ändern lassen. Er könnte eine Grünfläche ausweisen und gleichzeitig die Abrissvorgabe des RZ aussetzen oder gar streichen. Auf der Grünfläche könnte die „Wiese der Völker“ entstehen. Bepflanzt mit Gehölzen aus den Ländern der Opfervölker deutscher Kriege. Ein Beitrag zum Klimaschutz wäre es auch. Das einzige Problem könnte werden, dass diese Wiese zu klein ist für die Vielzahl der notwendigen Gehölze.

Schubert will einen Konflikt schlichten, der gar nicht existiert! Zumindest nicht in der Amtszeit des OB. Der „Schiffbau“ sollte zukünftigen Generationen überlassen werden. Wieso dann dieser Aktionismus? Geht es um ihn selbst als Macher? Reicht es nicht, gegebenenfalls mal als „Kanal-Graf“ in die Stadtgeschichte einzugehen? Oder geht es gar nicht um eine bauliche Alternative, sondern nur darum, wieder ins Kuratorium zu gehen? Denn „wer raus geht, muss auch wieder reinkommen“. So zumindest eine alte politische Floskel. Und er geht wieder rein … und bringt ein Geschenk mit. Der Turm ist gesetzt (siehe Punkt a der Beschlussvorlage) und die Stiftung soll auch noch Bildungs- und Jugendarbeit gemeinsam mit der Stadt leisten dürfen (Punkt c der Beschlussvorlage).  Es ist die gleiche Stiftung, die nicht mal ein Versöhnungskonzept erarbeiten kann.

Nach drei Gesprächen mit der BI Potsdam ohne Garnisonkirche, den Kreativschaffenden im RZ und dem Antimilitaristischen Förderverein verkündet Schubert, dass er seine Beschlussvorlage unverändert in die SVV einbringt. Toll! Alle drei Gespräche hatten zum Ergebnis, dass die Beschlussvorlage nicht in dieser Form und zum jetzigen Zeitpunkt eingebracht werden soll. Schubert bekundete in allen Gesprächen seine Gesprächs- und Dialogbereitschaft und dass vieles noch offen sei. Nun zeigt er allen den Mittelfinger. „Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern“. Auch so eine politische Floskel.

Nur wer so agiert, muss sich nicht wundern, wenn er von allen Seiten gemieden statt geliebt wird. Schubert meint, er stehe auf einem Sockel, umringt von Gräben. Ja, warum nur? Wer Brücken bauen will, sollte nicht wie ein Schachtarbeiter agieren.

Wir dokumentieren hier die drei Pressemitteilungen der o.g. Gruppen:

Die erste PM der BI PoGK war noch von Vertrauen und Zuversicht geprägt. Keine 48 Stunden später sind diese verflogen oder gar in Misstrauen gewandelt worden. Mit der Aktion hat sich Schubert richtig für das „Kuratorium der angeblichen Versöhner“ qualifiziert.

P.S. Das RZ-Team hat noch eine tolle Präsentation zum Schubert-Termin hinsichtlich des Potentials des Hauses erarbeitet. Auch diese möchten wir dokumentieren. Das könnte, wenn der Turm nicht wäre, ein pulsierender Ort in einer Stadt-für-alle sein.  Hier der Download:

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