Das Feeling von früher

Dieses „Feeling von früher“ zu erleben wünscht sich Prof. Nolte, der Chef des wissenschaftlichen Beirates der Stiftung Garnisonkirche. Das Feeling von früher heißt Garnison sowie Hofstaat mit Missbrauch von Kirche zur Sicherung der Krone. Das Feeling bedeutet Säbelrasseln und Stiefelknallen, unerbittlicher Gehorsam – sprich Militarismus und Krieg. Und ganz besonders in der Garnisonkirche zu Potsdam, der preußischsten aller Garnisonkirchen.

Kadavergehorsam

Die Äußerungen des Beiratsvorsitzenden gegenüber dem arte-journal (Sendetermin 20.08.2020) sind erneut eine inhaltliche Bankrotterklärung der GK-Untersützer*innen.

Seht selbst: https://www.arte.tv/de/videos/099273-000-A/potsdam-streit-um-den-wiederaufbau-der-garnisonkirche/

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Der reale Unsinn

ist am Montag den 10.08.2020 Thema im arte-journal. 19:20 Uhr geht es los. Nachdem letzte Woche Potsdam wiederholt Anlass für den realen Irrsinn von extra3 war, ist nun die Posse um den Bau der Garnisonkirche europaweit Thema.

ACHTUNG: DER SENDETERMIN WURDE VERSCHOBEN! Die Anlässe in Beirut und Minsk sind der Grund für die kurzfristige Programmänderung. Es gibt Wichtigeres und Schlimmeres als die Garnisonkirche! Wir dürfen gespannt sein, wie lange und wie viele Diktatoren die EU noch gewähren lässt.  Wofür steht Europa? Für ein nationales Sammelsurium oder eine demokratische Gemeinschaft? In diesem Kontext passt auch das Thema Aufbau der Garnisonkirchenkopie. Das Original war schon ein monarchistisches, antidemokratisches Machtsymbol. Und der Wiederaufbau ist ebenfalls von nationalistischer Bedeutung.

Als neuer Sendetermin ist der 20.08. geplant.

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Eine Chance zur Versöhnung

Mosaik „Die Beziehung des Menschen zu Natur und Technik“; Josep Renau, Erfurt

Die Wüstenrot-Stiftung interessiert sich für den Erhalt des Fritz-Eisel-Mosaiks, wenn auch das RZ erhalten bleibt. Libeskind will sich mit seiner architektonischen Keilschrift ebenfalls im Geschichtsbuch der Stadt verewigen. Auch der lernort-garnisonkirche.de zeigt, dass es ein überregionales Interesse an diesem Ort gibt. Arte – der Kulturkanal berichtet über die Stadt, das Rechenzentrum. Ein Vereinsziel des FÜR e.V.: „Erhalt des Mosaiks in situ“ findet auf nationaler Ebene endlich Widerhall. Und die GK-Stiftung poltert im bekannten Stil – unversöhnlich.

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Lernort Garnisonkirche

Es gibt ihn: erstmal nur online

lernort-Garnisonkirche.de – Startseite

Der 2017 begonnene Wiederaufbau der Garnisonkirche in Potsdam sollte ursprünglich dazu dienen, an diesem Ort einen Lernort deutscher Geschichte zu schaffen. Doch bislang wurde dieses Versprechen nicht eingelöst, im Gegenteil: Die Befürworter und Träger des Vorhaben zeichnen bis heute ein geschöntes und teils verfälschtes Bild von der Geschichte des Ortes. Dem will diese Seite entgegentreten und über die Historie des Ortes aufklären. Heute, am 26.06.2020 geht der Lernort online.

Mehr als 30 Artikel sind bereits eingestellt. Wissenszuwachs ist sichergestellt.

Hier geht es zur Website http://lernort-garnisonkirche.de/

Inhaltliche Bankrotterklärung der Stiftung Garnisonkirche

… daran hat sich bis heute nicht viel geändert

Bereits im Januar diesen Jahres kündigte Wieland Eschenburg als Kommunikationsvorstand der Stiftung ein Nutzungskonzept mit inhaltlichen Schwerpunkten an. Die Spannung war groß, als am 05.06.2020 die Stiftung Garnisonkirche ihr neues Betriebs- und Nutzungskonzept vorstellte. Und die Enttäuschung auch!

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Stadt spricht sich gegen Kirchschiff aus!

nach rechts gedreht

Die SVV vom 03.06.2020 ist ein Wendepunkt in der Geschichte der Stadt und der des Wiederaufbaus der Hof- und Garnisonkirche in Potsdam. Der Antrag der CDU-Fraktion, dass die Stadtverordneten den originalgetreuen Wiederaufbau des Kirchenschiffes als Ziel der weiteren Debatte um das Areal an der Plantage mit aufnehmen sollen, fiel mit großer Mehrheit durch.

Ab heute handelt die Stiftung Garnisonkirche mit ihrer Zielsetzung – originalgetreuer Wiederaufbau – gegen die Interessen der Stadt. Gleiches gilt für die Bundesregierung mit ihrem Beschluss, 750.000 Euro für eine Machbarkeitsstudie zum Bau des Kirchenschiffes bereitzustellen.

Hier der SVV-Beschluss zum 4-stufigen Verfahren für eine neue Lösung im Komplex Plantage, Garnisonkirche, Rechenzentrum:

Hier der abgelehnte Ergänzungsantrag der CDU:

und hier der ebenfalls abgelehnte Änderungsantrag der Fraktion DIE aNDERE:

Ein guter Zeitpunkt für einen Baustopp!

Wir dokumentieren:

PRESSEMITTEILUNG
der Bürgerinitiative für ein Potsdam ohne Garnisonkirche

Potsdam, 29. April 2020

Ein guter Zeitpunkt für den Baustopp

Während Stadtpolitik und Stadtgesellschaft mit dem pandemiebedingten Ausnahmezustand beschäftigt sind, wird an der Breiten Straße fleißig weiter gebaut. Anlässlich der Fertigstellung des Turmsockels liefert Peter Leinemann die üblichen unglaubwürdigen Zahlen. Seit über zehn Jahren wird der Turmbau von der Stiftung Garnisonkirche unverändert auf rund 40 Mio. Euro beziffert – realistisch sind eher 55 Millionen.

In den über 15 Jahren seit Gründung des Fördervereins wurden laut Leinemann gerade einmal zehn Millionen Euro Spenden eingesammelt. Unklar bleibt dabei, wieviel von den Einnahmen überhaupt für den Bau selbst zur Verfügung steht und wieviel davon der Stiftungsbetrieb in den letzten zwölf Jahren verschluckt hat und weiterhin verbraucht. Diesen Kostenfaktor scheint Leinemann nicht zu berücksichtigen, wenn er aus der Gesamtsumme der Spendeneinnahmen, staatlichen Zuschüsse und Kirchendarlehen ein Defizit von fünf Millionen Euro schlussfolgert (im November waren es übrigens noch “drei bis vier”).

Angesichts der chronisch geringen Spendenbereitschaft ist es kaum vorstellbar, dass die Finanzierungslücke, egal wie groß sie nun sein mag, mit Spendengeldern gestopft wird. Bis heute verweigert die Stiftung der steuerzahlenden Öffentlichkeit finanzielle Transparenz und Mitspracherecht bei der Gestaltung dieses Ortes. Die Fertigstellung des Turmsockels wäre ein passender Anlass, um ernsthaft die Frage zuzulassen, ob der kostspielige Aufsatz ohne nennenswerte Nutzfläche, dafür mit großem gesellschaftspolitischen Ballast, wirklich sein muss. Nicht nur das: Der globale Stillstand ist ein guter Zeitpunkt zum Innehalten. Baustopp jetzt!

Garnisonkirche zelebriert sich erneut in der Opferrolle

MAZ, PNN, epd und Stiftung vermelden: Garnisonkirche – Erster Abschnitt bis zum Jahrestag der Bombennacht fertig

Genau mit solchen Verknüpfungen suhlt sich die Stiftung Garnisonkirche in der Opferrolle. Wenn nicht die Versöhnung (Verharmlosung) mit der eigenen Geschichte im Vordergrund stehen würde, sondern eine ernsthaft Friedens- und Versöhnungsarbeit, dann wurden die einzelnen Etappen beispielsweise mit dem 8.Mai in Kontext gesetzt werden.

Auch dieser Tag jährt sich 2020 zum 75. Mal und gilt als Wendepunkt in der europäischen Friedensgeschichte.

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