Drei Jahrzehnte Projektversagen in Potsdam

Die Stiftung Garnisonkirche hat gemeinsam mit der Fördergesellschaft eine neue Broschüre rausgebracht „zwei Jahrzehnte Projektgeschichte …“. Schon der Titel ist eine bewusste Irreführung der Öffentlichkeit. Eine der ersten Reaktionen lautete „Du liebe Güte, da ist wirklich „viel Schönes drin“… Neben Beschönigungen, Behauptungen, bewussten Verdrehungen, Spendenoffenbarungen und Lügen vor allem NICHTS über das Lernortkonzept – NICHTS!!! “

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Mit dem Kopf durch die Wand

Wir dokumentieren: Pressemitteilung des Rechercheteams Lernort Garnisonkirche vom 15.2.2021

Finanzierung Garnisonkirche Potsdam: Bund will trotz rechtlicher Zweifel fördern

Eine erneute Bewilligung von Fördermitteln des Bundes für das Projekt Garnisonkirche Potsdam in Höhe von 8,25 Mio. € steht offenbar unmittelbar bevor. Am vergangenen Freitag, den 12.2. verkündete die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien bezüglich der von der Stiftung Garnisonkirche im September 2020 beantragten Mittel für die „erweiterte Grundvariante“: „Dieser Fördergegenstand wurde baufachlich und verwaltungsmäßig auf Zweckmäßigkeit, Funktionsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit ohne Einwände geprüft und ist damit uneingeschränkt förderfähig.“ Erst zwei Tage zuvor hatte das Rechercheteam Lernort Garnisonkirche die Ergebnisse seiner Untersuchung der Förderpraxis veröffentlicht und offengelegt, dass eine solche Förderung offenkundig gegen Förderrecht verstößt.

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Opfermythos in Sandstein und Zement

Dies könnte eine Überschrift für einen Beitrag zur Garnisonkirche sein. Ist es aber nicht. Die Sächsische Zeitung ist der Frage nachgegangen, wie historisierendes Bauen rechten Ideologien Vorschub leistet. Anlass sind der Jahrestag der Bombardierung Dresdens im 2. Weltkrieg am kommenden Wochenende und der Film von Hans Christian Prost „Wohin mit der Geschichte?“. Die Parallelen zur Entwicklung in Potsdam sind auffällig, auch wenn sie nicht 1:1 so stattfinden.

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Finanzierungs- und Förderprobleme beim Bau der Garnisonkirche

In der seit mehr als drei Jahrzehnten andauernden Kontroverse um den Wiederaufbau der Garnisonkirche stehen die inhaltlichen Fragen im Zentrum, jedoch sind auch Aspekte der Finanzierung immer wieder Teil der Auseinandersetzung. Die mangelhafte gesellschaftliche und demokratische Legitimierung des Projektes schlägt sich in seinen fortgesetzten Finanzierungsproblemen nieder. Das geringe Spendenaufkommen, fehlende Transparenz, widersprüchliche Angaben, anhaltende Finanzierungslücken und steigende Baukosten werfen dabei nicht nur politische, sondern auch haushalts- und förderrechtliche Fragen auf.

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Zensur statt Versöhnung

Die Bundesstiftung Flucht-Vertreibung-Versöhnung hat scheinbar ein Problem mit der Kausalität von Krieg und Vertreibung und mit der allgegenwärtigen Vereinnahmung der Neuen Rechten für die national bedeutsamen Projekte. Vieles erinnert an die Stiftung Garnisonkirche. Beide Stiftungen hängen strukturell oder finanziell am Tropf der Bundesbeauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien Monika Grütters (BKM). Beide Stiftungen zensieren künstlerische Arbeiten um sich der inhaltlichen Debatte zu entziehen.

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Beirat der Garnisonkirche bröckelt – Teil 2: die polnische Perspektive fehlt

Screenshot vom 03.20.21,

Vor einigen Jahren gründete sich vollmundig der wissenschaftliche Beirat der Stiftung Garnisonkirche. Nicht ganz von selbst, sondern nur auf Druck der Öffentlichkeit, weil Stiftung und Förderverein nicht selbst in der Lage waren, ein inhaltliches Konzept für den angeblich „national bedeutsamen Prestigebau“ zu erstellen.

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Wetterfahne der Garnisonkirche

Wir klären auf. Es geht um „Nec soli cedit“ contra „Nec pluribus impar“ und um Geschichte akzeptieren contra Geschichte umdeuten.

Überlagerte Symbolik; GK – das Goldene Kalb – vor dem Käfig der eingesperrten Wetterfahne

Vor wenigen Tagen hat Frau Hüneke beim Research Center Sanssouci (RECS) einen Beitrag veröffentlicht, der dazu dient die aktuelle Debatte um das Areal an der Plantage (mit Garnisonkirche und Rechenzentrum) zu beeinflussen. Das ist interessant, da die gleiche Frau Hüneke sich als Bündnisgrüne Abgeordnete im Hauptausschuss der SVV gegen die Hereinnahme des Garnisonkirchenturms in die inhaltliche wie gestalterische Debatte ausgesprochen hat.

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Bürgerinitiative zur Überprüfung der Garnisonkirchenförderung: Endlich!

Bei der Finanzierung der Garnisonkirche gibt es viele Fragezeichen. Nun hat sich der Bundesrechnungshof eingeschaltet. Wir dokumentieren den Kommentar der Bürgeriniative Potsdam Ohne Garnisonkirche.

PRESSEMITTEILUNG
der Bürgerinitiative für ein Potsdam ohne Garnisonkirche
Potsdam, 02.02.2021

Bundesrechnungshof prüft Garnisonkirchenförderung

In einer Antwort auf eine Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz hat die Beauftragte der Bundesregierung im Januar bekanntgegeben, dass der Bundesrechnungshof die Förderung des Wiederaufbaus des Garnisonkirchturms durch den Bund überprüft. Endlich!

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Garnisonkirchenfinanzierung auf dem Prüfstand

Eine Anfrage eines Potsdamer Bürgers bei der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien (BKM) ergab, dass nicht nur das Kulturressort den königlich-preußischen Kitsch fördert, sondern auch das Verteidigungsministerium die militaristische Kultstätte sponsern will. Eine seltsame Mischung. So erscheint der alte Begriff „Hof- und Garnisonkirche“ in einem völlig neuen – passendem – Bild.

Zahlreiche Finanzierungsteile beim Wiederaufbauprojekt von nationalistischer Bedeutung werfen Fragen auf. Laut BKM-Antwort prüft der Bundesrechnungshof seit April 2020 die Vorgänge!

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Koloniale Amnesie

Die Armee im kaiserlichen Deutschland; Frühjahrsparade vor dem Kronprinzen Wilhelm in Potsdam (1910)

Vor einiger Zeit titelte die Kampfpostille der Retro-Fetischist*innen, die Zeitschrift Potsdam life mit „Die Zerstörung Potsdams – und die Rote Armee“ (Ausgabe 62, Winter 2020). Es werden detailliert Kampfhandlungen der tapferen deutschen Soldaten gegen die „Russen“ geschildert und die Flucht zu den Amerikanern als Rettung gepriesen. Der Duktus der Beiträge ist entlarvend. Alte Nazi-Propaganda trägt bis heute Früchte. Doch was hat dies mit kolonialer Amnesie und Potsdam zu tun? Viel!

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