Christen brauchen keine Garnisonkirche!

Niemand hat die Absicht eine Garnisonkirche zu errichten

„Christen brauchen keine Garnisonkirche“ war das Thema der Aktivitäten der Martin-Niemöller-Stiftung und ihrer Resolution für den 37. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dortmund. Und das kam an! Selbst Vertreterinnen der Nagelkreuzgemeinschaft haben sich gegen die Baukopie des preußischen Vorbilds ausgesprochen.

Die Resolution der kirchennahen Martin-Niemöller-Stiftung weist darauf hin, dass die Garnisonkirche Potsdam DER Symbolbau des Militarismus in Deutschland ist und angesichts eines erstarkenden Rechtspopulismus die „Wiedergewinnung“ genau das falsche Zeichen ist. Die Stiftung fordert die Offenlegung der Spender*innen und keine weitere Finanzierung des Turmbaus durch Kirche und Staat.

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Video der Woche, Barley-Heil

Die SPD wirbt zur Europawahl in einem kurzen Clip für Lohngerechtigkeit und gegen Lohndumping. Gute Sache eigentlich. Allerdings tut sie dies mit einem Symbol des deutschen Militarismus und Faschismus – der Garnisonkirche Potsdam.  Weniger Europa ist kaum denkbar.  

Seht selbst: https://www.facebook.com/47930567748/posts/10156415848927749/

Mindestens zwei Fragen ergeben sich dadurch: 

  1. Hat die Stiftung den Spot der SPD gesponsert oder sponsert die SPD die Stiftung?
  2. Hat die SPD den letzten Verstand an der Garderobe abgegeben und gegen einen Helm eingetauscht oder ist sie nur vom „linken“ Glauben abgefallen?

Fest steht: Wer hat uns verraten? Die Sozialdemokraten!

Bild der Woche

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Weil die Kirchgemeinde der katholischen Herz-Jesu-Kirche lieber ihr Geld in humanitäre Projekte steckt, statt eine neue Turmspitze zu errichten, setzte die Bürgerstiftung DUS-illuminated dem Turm am 02.Mai dauerhaft eine Licht-Spitze auf und machte somit einer weitere Kirche „sichtbar“.

Humanität vor Turmspitze – sehr christlich. Vielleicht geht den Potsdamer Turmbauern auch noch ein Licht auf.

Mit 102 Metern war Herz Jesu an der Roßstraße die höchste Düsseldorfer Kirche, bis am 17.5.1945 der Turmhelm durch einen Wirbelsturm abgedreht wurde. Mehr dazu unter:

www.kath-derendorf-pempelfort.de/wir/kirchen/herz-jesu/

www.dus-illuminated.de/herz-jesu-kirche/

 

Albrechts Architektur-Euthanasie – ein Kreuzzug

Der Architekt Thomas Albrecht weiß was schön ist und was nicht – zumindest glaubt er dies.  Dieser Glauben basiert auf Gott und sich selbst. Die MAZ hat ihn zur Garnisonkirche interviewt.

„Schön“ ist eine stark individuell geprägte Kategorie der Bewertung von Wahrgenommenem. Diese Reflektion ist aber verankert in gesellschaftlich geprägten Wertvorstellungen. Religiöse Konventionen sind ein Aspekt  dieser Wertematrix. Wenn sich also ein katholisch geprägter Architekt äußert, sollte es niemanden verwundern, wenn eher ein antiquiertes, herrschaftliches und patriarchisches Weltbild als Maßstab der Bewertung zum Vorschein kommt. Überraschend ist lediglich, dass sich Albrecht offen zur Gebäudevernichtung – also der „Architektur-Euthanasie“ bekennt und gar nicht wahrnimmt (oder wahrnehmen will), wie sehr er dabei ideologisch und egomanisch geprägt ist.

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Kein Garnisonkirchen-Glockenspiel zum Gedenken

Die BÜRGERINITIATIVE FÜR EIN POTSDAM OHNE GARNISONKIRCHE hat dem Oberbürgermeister einen Brief geschrieben. Diesen möchten wir hier publizieren. Anlass ist das Gedenken an die Bombardierung Potsdams in der Nacht vom 14./15. April 1945 – „die Nacht von Potsdam“.  Die Forderung ist eindeutig und einleuchtend: Kein Garnisonkirchen-Glockenspiel zum Gedenken an die Bombardierung Potsdams!

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DIE GRÜNEN, welk und gelb beim Rechenzentrum

Während die Nutzerinnen des Kunst- und Kreativhauses Rechenzentrum die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie für das KreativQuartier3 ablehnen und wiederholt protestieren, legen die Bündnisgrünen einen Vorschlag vor, der diese Bedenken nicht ernst nimmt und alles andere als ökologisch oder nachhaltig ist. Im Gegenteil, am Projekt „RZ-Vertreibung“, beteiligen sich auch die Grünen der Stadt Potsdam. Zynisch sind die „grünen“ Kommentare allemal.

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Tag von Potsdam – Teil 2 – Beginn der Vernunft?

Anlässlich des „Jahrestages“ des Tages von Potsdam fand bereits am 18.03.2019 in der Nikolaikirche eine Gedenkveranstaltung statt. Oberbürgermeister Mike Schubert sprach sich für eine aktivere Auseinandersetzung mit der NS-Geschichte von Potsdam aus. „Wer aus der Geschichte lernen will, der muss sich mit ihr auseinandersetzen.“ Nur so lasse sich der Verlauf der Geschichte beeinflussen, das sei die „größte Lehre aus der Tragödie zwischen 1933 und 1945“.

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Tag von Potsdam – Teil 1 – Beginn der Vernichtung!

Der 21. März 1933 steht für die Machtübergabe „vom alten und neuen Deutschland“, vom konservativen Traditionsbewusstsein zum nationalsozialistischen Erneuerungswillen. Der Tag von Potsdam steht für den nahtlosen Übergang von kaiserlichen Standarte Schwarz-Weiß-Rot zu Rot-Weiß-Schwarz der Hakenkreuzfahne.

Der 21.03.1933 ist mehr als ein symbolischer Akt oder Tag. Der 21.03.1933 ist der Startschuss der systematischen Vernichtung von Menschen.

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