Oswalt, Vogel und wir

Rede, Gegenrede und Analyse der Antworten von Martin Vogel rund um die GK

Wird mit der Garnisonkirche in Potsdam ein Identifikationsort für Rechtsradikale wiederaufgebaut? So hat es der Architekturtheoretiker Philipp Oswalt im Monopol-Interview ausgedrückt. Dann widersprach Martin Vogel, theologischer Vorstand der Stiftung Garnisonkirche Potsdam und wir analysieren dessen widersprüchliche Antworten.

Die Fragen stellte Saskia Trebing (ST) vom Monopol-Magazin. Martin Vogel (MV) antwortet und S4a sind wir: eine Redaktionsgruppe von Stadt-für-alle.

16 Fragen, 16 Antworten, 16 Analysen und ein Problem, der Wiederaufbau eines Symbols.

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Straube mit Rechenschwäche

PNN wie wir sie kennen. Schlechter Journalismus hat einen Namen: Peer Straube

Straube behauptet in der PNN vom 01.07.2019  „… Die Resolution (der Niemöller-Stiftung)  gegen die Garnisonkirche ist damit die einzige, die auf der Veranstaltung (dem Kirchentag) keine Mehrheit gefunden hat, insgesamt zehn wurden dort verabschiedet.“

Das ist falsch! Ein klarer Fall von Rechen- und Rechercheschwäche. In anderen Redaktionen hätte das Folgen.

Insgesamt wurden für den Kirchentag 15 Resolutionen eingereicht. Davon kamen 10 durch.  15 – 10 = 5 nicht 1, wie Straube behauptet.

Alles nachzulesen unter: https://www.kirchentag.de/index.php?id=16825

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Christen brauchen keine Garnisonkirche!

Niemand hat die Absicht eine Garnisonkirche zu errichten

„Christen brauchen keine Garnisonkirche“ war das Thema der Aktivitäten der Martin-Niemöller-Stiftung und ihrer Resolution für den 37. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dortmund. Und das kam an! Selbst Vertreterinnen der Nagelkreuzgemeinschaft haben sich gegen die Baukopie des preußischen Vorbilds ausgesprochen.

Die Resolution der kirchennahen Martin-Niemöller-Stiftung weist darauf hin, dass die Garnisonkirche Potsdam DER Symbolbau des Militarismus in Deutschland ist und angesichts eines erstarkenden Rechtspopulismus die „Wiedergewinnung“ genau das falsche Zeichen ist. Die Stiftung fordert die Offenlegung der Spender*innen und keine weitere Finanzierung des Turmbaus durch Kirche und Staat.

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Video der Woche, Barley-Heil

Die SPD wirbt zur Europawahl in einem kurzen Clip für Lohngerechtigkeit und gegen Lohndumping. Gute Sache eigentlich. Allerdings tut sie dies mit einem Symbol des deutschen Militarismus und Faschismus – der Garnisonkirche Potsdam.  Weniger Europa ist kaum denkbar.  

Seht selbst: https://www.facebook.com/47930567748/posts/10156415848927749/

Mindestens zwei Fragen ergeben sich dadurch: 

  1. Hat die Stiftung den Spot der SPD gesponsert oder sponsert die SPD die Stiftung?
  2. Hat die SPD den letzten Verstand an der Garderobe abgegeben und gegen einen Helm eingetauscht oder ist sie nur vom „linken“ Glauben abgefallen?

Fest steht: Wer hat uns verraten? Die Sozialdemokraten!

Bild der Woche

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Weil die Kirchgemeinde der katholischen Herz-Jesu-Kirche lieber ihr Geld in humanitäre Projekte steckt, statt eine neue Turmspitze zu errichten, setzte die Bürgerstiftung DUS-illuminated dem Turm am 02.Mai dauerhaft eine Licht-Spitze auf und machte somit einer weitere Kirche „sichtbar“.

Humanität vor Turmspitze – sehr christlich. Vielleicht geht den Potsdamer Turmbauern auch noch ein Licht auf.

Mit 102 Metern war Herz Jesu an der Roßstraße die höchste Düsseldorfer Kirche, bis am 17.5.1945 der Turmhelm durch einen Wirbelsturm abgedreht wurde. Mehr dazu unter:

www.kath-derendorf-pempelfort.de/wir/kirchen/herz-jesu/

www.dus-illuminated.de/herz-jesu-kirche/

 

Albrechts Architektur-Euthanasie – ein Kreuzzug

Der Architekt Thomas Albrecht weiß was schön ist und was nicht – zumindest glaubt er dies.  Dieser Glauben basiert auf Gott und sich selbst. Die MAZ hat ihn zur Garnisonkirche interviewt.

„Schön“ ist eine stark individuell geprägte Kategorie der Bewertung von Wahrgenommenem. Diese Reflektion ist aber verankert in gesellschaftlich geprägten Wertvorstellungen. Religiöse Konventionen sind ein Aspekt  dieser Wertematrix. Wenn sich also ein katholisch geprägter Architekt äußert, sollte es niemanden verwundern, wenn eher ein antiquiertes, herrschaftliches und patriarchisches Weltbild als Maßstab der Bewertung zum Vorschein kommt. Überraschend ist lediglich, dass sich Albrecht offen zur Gebäudevernichtung – also der „Architektur-Euthanasie“ bekennt und gar nicht wahrnimmt (oder wahrnehmen will), wie sehr er dabei ideologisch und egomanisch geprägt ist.

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Notre-Dame und Potsdam

potsdam for future_31.03.2019

Am 15.04.2019 brennt durch Unachtsamkeit ein Wahrzeichen der Metropole Paris, der Grand Nation. Der Staatspräsident Macron möchte die Kathedrale Notre-Dame binnen fünf Jahren wieder aufbauen. Er spricht davon, dass wir „besser werden als wir sind“, wenn wir dies tun. Ganz Europa stimmt in den Chor ein. Der Brand dieser Kathedrale ist eine Katastrophe. Das Medieninteresse ist gigantisch und verdrängt die real existierenden Probleme dieses Globus. Zum Glück ist bald wieder Freitag und ein paar Kids werden uns wieder zeigen, worum es wirklich gehen sollte.

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Kein Garnisonkirchen-Glockenspiel zum Gedenken

Die BÜRGERINITIATIVE FÜR EIN POTSDAM OHNE GARNISONKIRCHE hat dem Oberbürgermeister einen Brief geschrieben. Diesen möchten wir hier publizieren. Anlass ist das Gedenken an die Bombardierung Potsdams in der Nacht vom 14./15. April 1945 – „die Nacht von Potsdam“.  Die Forderung ist eindeutig und einleuchtend: Kein Garnisonkirchen-Glockenspiel zum Gedenken an die Bombardierung Potsdams!

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DIE GRÜNEN, welk und gelb beim Rechenzentrum

Während die Nutzerinnen des Kunst- und Kreativhauses Rechenzentrum die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie für das KreativQuartier3 ablehnen und wiederholt protestieren, legen die Bündnisgrünen einen Vorschlag vor, der diese Bedenken nicht ernst nimmt und alles andere als ökologisch oder nachhaltig ist. Im Gegenteil, am Projekt „RZ-Vertreibung“, beteiligen sich auch die Grünen der Stadt Potsdam. Zynisch sind die „grünen“ Kommentare allemal.

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